[Rezension] Gruppentherapie von Friedrich Kalpenstein

[Rezension] Gruppentherapie von Friedrich Kalpenstein

Titel: Gruppentherapie
Autor: Friedrich Kalpenstein
Verlag: Tinte & Feder
Preis: E-Book 2,49€ / Taschenbuch 7,99€
Seitenzahl: 316
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[Klappentext]
Ein humorvoller Roman für Schlagerliebhaber und Schlagerhasser.

Ben, dreißig Jahre alt, ist Architekt. Nachdem er sich in München mit seinem eigenen Architekturbüro finanziell übernommen hat, löst sich sein gesamtes Investment in Luft auf – und damit auch seine Selbstständigkeit. Geld muss schnellstens in die Kasse. Sascha, sein bester Freund aus früheren Bandzeiten, nutzt seine Kontakte nach Mallorca und verschafft ihm dort ein Engagement als Partysänger.
Schnell wird Ben zum angesagten Stimmungsmacher, der sich in kürzester Zeit eine beachtliche Fangemeinde aufbaut. Zwischenzeitlich nimmt Ben in München die Chance wahr, als Architekt in einem angesehenen Architekturbüro wieder Fuß zu fassen. Ganz nebenbei wirft er sich in eine Beziehung mit Clarissa, der Tochter seines Chefs. Niemals dürfen die beiden von seinem Doppelleben mit Perücke und Goldkettchen auf Malle erfahren. Die Tatsache, dass Ben auch auf Mallorca eine Liaison mit der Barfrau Eva pflegt, macht die Sache nicht einfacher.
Ein Spießrutenlauf beginnt.

“Gruppentherapie” von Friedrich Kalpenstein ist ein amüsanter Roman über den 30-jährigen Ben, der ein Doppelleben führt. Während er in München mit der wohlhabenden Clarissa zusammen ist und seine Karriere als Architekt ankurbelt, zeigt er sich auf Mallorca von einer ganz anderen Seite: als Schlagersänger, der nichts anbrennen lässt und dort auch noch eine Affäre hat.

Der Schreibstil ist locker-leicht und sehr flüssig zu lesen.
Auch die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man immer mal schnell eines dazwischen schieben kann, ohne dass es sich allzu sehr zieht. Da ist die Gefahr natürlich groß, dass man gar nicht mehr aufhören kann. Die Kapitelüberschriften sind knackig-kurz und geben perfekte Hinweise darauf, was einen erwartet.

Der Protagonist wird sehr gut dargestellt, sodass man ihn sich sowohl äußerlich als auch charakterlich gut vorstellen kann. Besonders gut kommt dies durch seine Handlungen hervor.
Ben ist ein sehr gerissener Typ, der vielleicht auch ein wenig naiv sein mag. Denn wenn man so ein Doppelleben führt, sollte man ganz schön aufpassen, dass man sich nicht irgendwann verplappert oder die Freundin irgendwie mitbekommt, dass man es eigentlich doch ganz schön faustdick hinter den Ohren hat.

Eins ist hier vorprogrammiert: Spaß und Ohrwurmgarantie!
Denn Ben schreibt des Öfteren Texte für seine Auftritte auf Mallorca. Ich bekenne mich hiermit offiziell zur Gruppe der Schlagerhasser, aber wenn Ben Valdern seine lustigen Texte raushaut, dann bleiben sie definitiv auch mir im Ohr und ich habe mich des Öfteren singend erwischt. Kleiner Tipp: Es gibt auch eine CD mit den Songs zum Buch, die man sich unbedingt mal anhören sollte. Da macht das Lesen gleich doppelt so viel Spaß.

Einige Wendungen im Verlauf der Geschichte haben mich auch sehr überrascht. Es wird da teilweise richtig spannend.
Insgesamt reicht dieses Buch aber nicht ganz an die Herbert-Reihe von Kalpenstein heran, bei der ich wirklich Tränen in den Augen hatte vor Lachen. Das macht aber nichts, denn diese Reihe ist einfach übernatürlich gut.


“Gruppentherapie” von Friedrich Kalpenstein ist eine sehr amüsante und erheiternde Geschichte über den 30-jährigen Architekten und Schlagersänger Ben Valdern, die vor allem mit ihrem Spaß-Faktor, den lustigen Songtexten und einer spannenden Geschichte besticht.

Daher gibt es:

Vielen Dank an Friedrich Kalpenstein und NetGalley für das Rezensionsexemplar.


©
Cover: Tinte & Feder
Rezensionsüberschriften und Bewertung: Pixabay/Photoshop//Temel

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