[Rezension] Der Schmetterlingsjunge von Max Bentow

[Rezension] Der Schmetterlingsjunge von Max Bentow

Titel: Schmetterlingsjunge
Autor: Max Bentow
Reihe: Ein Fall für Nils Trojan 7
Verlag: Goldmann
Preis: E-Book 11,99€ / Taschenbuch 15,00€ / Hörbuch 12,95€
Seitenzahl: 400
Weitere Informationen beim Verlag

[Klappentext]

Der Berliner Kommissar Nils Trojan hat schon vieles gesehen, aber als er den Tatort in Kreuzberg betritt, traut er seinen Augen kaum: Die Frau, die ermordet wurde, liegt entkleidet auf dem Bett, ihren Rücken ziert das farbenprächtige Gemälde eines riesigen Schmetterlings. Nur zwei Tage später ereignet sich ein weiterer Mord, wieder hinterlässt der Täter sein bizarres Kunstwerk auf dem Körper des Opfers. Verzweifelt versucht Trojan, die verborgene Botschaft des Mörders zu entschlüsseln, doch sein Gegner hat ihn längst in ein perfides Verwirrspiel verstrickt. Und Trojan weiß – er muss die Obsession begreifen, die den Täter treibt, wenn er das grausame Töten beenden will …

Ein neuer Thriller von Max Bentow? Den musste ich natürlich haben – immerhin bin ich ein riesen Fan seiner Geschichten. Trotzdem war ich ein wenig enttäuscht. Vielleicht waren meine Ansprüche durch die vorherigen Bände auch einfach zu hoch.

Die Idee finde ich klasse und spannend umgesetzt. Ich war gefesselt und hatte Spaß beim Lesen. Es gab auch ein paar Gänsehautmomente. Mir hat jedoch die Möglichkeit gefehlt, richtig mitzurätseln. Trojans Gedanken waren mir stellenweise zu undurchsichtig und man war zu sehr auf ihn angewiesen, um durch den Fall zu kommen. Dazu fand ich einige Stellen unlogisch und vorhersehbar.

Max Bentows Stil ist sehr einfach, man fliegt nahezu durch die Seiten. Ohne allzu vulgär zu werden, erschafft er eine düstere Atmosphäre, in die man sich gerne fallen lässt. Trotzdem gab es langgezogene Stellen, an denen ich mir dachte, dass die Details unnötig waren und die Geschichte nur gestreckt haben. Beschreibungen, die den Tagesablauf zu sehr ins Detail beschreibt.

Das Buch habe ich gelesen, sowohl auch gehört. Ich mag, wie Axel Mielberg sich in die Charaktere hineinversetzt. Stellenweise ratterte er aber Passagen herunter, ohne Emotionen, als würde er einfach nur schnell fertig werden wollen. Das fand ich schade und hat das Hörvergnügen gemindert. Der Sprecher hat eine angenehme Stimme der man gut folgen kann.

Die Charaktere stehen ein wenig auf der Stelle. Nach 7 Fällen bleibt aber auch nicht mehr viel Spielraum für Entwicklungen. Es hat mich gefreut, dass Trojan endlich mal im Team ermittelt, da er sonst eher ein Einzelgänger war. Stefanie Dachs war aber nur Mittel zum Zweck für den Autor und ihr Verhalten viel zu auffällig, dass ich darüber nur den Kopf schütteln konnte.

Alles in allem bin ich etwas enttäuscht. Die Geschichte war an manchen Stellen unlogisch und lang gezogen. Der Täter schnell herausgefunden, während Trojan im Dunkeln tappt. Trotzdem war die Geschichte spannend verpackt und hat mich mit ihrer düsteren Atmosphäre gefesselt. Der Sprecher glänzt an vielen Stellen, schwächelt aber manchmal durch sein emotionsloses Runterrasseln.

Deswegen gibt es:

3 von 5 Schmetterlingen

Ich danke dem Goldmann Verlag und Randomhouse Audio für das Rezensionsexemplar.

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