Ein Interview mit Arwyn Yale

Ein Interview mit Arwyn Yale

Hallo meine Lieben,
Meine Autorenvorstellungen gehen heute in die zweite Runde. Dieses Mal möchte ich euch Arwyn Yale gerne vorstellen. Dafür habe ich sie für euch Interviewt. Kennen gelernt habe ich sie durch eine Leserunde bei LovelyBooks. Von Todesschwestern war ich einfach nur begeistert. Am 17.02. erscheint ihr neuer Thriller und die Fortsezung von Todesschwestern. Hier nun das Interview:   

Arwyn
Yale ist dein Künstlername, oder? Wie bist du auf den

Namen gekommen?

Arwyn ist ein walisischer Männer- und auch Frauenname und bedeutet
Muse. Ich dachte sofort, ja, das ist es, das passt!

Das
heißt, du bist ein großer England Fan. Um dich besser kennenzulernen, wie
würdest du dich in ein paar Sätzen beschreiben, bzw. vorstellen?

Ich bin extrem nostalgisch veranlagt. Ich mag Musik vom Grammofon und
liebe alte Filme aus den 30ern bis 60ern, vor allem Filme mit Jack Lemmon,
Walter Matthau, Doris Day und Humphrey Bogart. Ein Telefon mit Kurbel aus den
1920ern entlockt mir immer ein »Ooooh, wie schön«, genauso wie antike Möbel und
Kleidung. Ich habe ein Faible für das viktorianische Zeitalter, liebe Hörbücher
und Hörspiele, habe immer so viele Ideen für Geschichten im Kopf, dass ich
ununterbrochen schreiben könnte, ließe es die Konzentration zu. Die meisten
werden wahrscheinlich schon nach dem Wort Grammofon aufgehört zu lesen haben
und denken sicherlich: »meine Güte, hat die einen an der Waffel …« Ich bin
eher introvertiert, habe enorme Schwierigkeiten Sarkasmus zu erkennen, was
viele Leute auf die Palme bringt. Und ich bin absolut bücherverrückt.

Also
ich habe nicht aufgehört zu lesen. Antike Möbel und Kleidung finde ich auch
sehr spannend. Geschichte finde ich einfach nur total spannend. Was magst du
gerne, was vielleicht nicht so gerne?

Ok, so allgemein gefragt, ziemlich schwer zu beantworten, weil mir da
sooo viel einfällt, aber ich gebe mal ein paar Beispiele.

Ich mag gerne: mit einem Buch an einem verregneten oder verschneiten
Tag auf der Couch liegen, mit warmen Kuschelsocken und einem heißen Tee dazu.
Ich mag den Frühling, laue Sommernächte, Tee mit Milch, warme Socken, natürlich
Bücher.

Nicht so gerne mag ich: Lärm, unfreundliche Menschen, Vorurteile. wenn
Menschen sich zu Themen äußern, ohne sich zuvor mit der Thematik richtig
auseinander gesetzt haben und dabei Stammtischparolen ablassen. Mücken,
überfüllte Busse, Leute, die sich an der Kasse vordrängeln und dann noch frech
werden.

Wir
scheinen uns da gar nicht so unähnlich zu sein. Besonders Mücken finde ich
schrecklich, die scheinen es immer auf mich abgesehen zu haben. Was machst du
neben dem Bücher schreiben?

Ich schreibe hauptberuflich
und lese natürlich viel. Ansonsten koche ich gerne, probiere neue Rezepte aus,
fotografiere, treibe mich auf Instagram und Facebook herum und recherchiere
auch viel für die Romane, an denen ich arbeite.

Welche
Genres liest du gerne? Welche Bücher magst du gar nicht?

Am liebsten lese
ich Krimis und Thriller, solange sie nicht zu blutig sind. Ich lese aber auch
sehr gerne historische Romane und Krimis und sehr gerne auch Kinder-und
Jugendfantasyliteratur.  Gar nichts für
mich ist Horror und Science-Fiction.

Horror
und Science-Fiction sind auch nicht so meins. Für Horror bin ich zu ängstlich
und Science-Fiction reizt mich einfach nicht. Wie bist du zum Schreiben
gekommen? Hat dich z.B. ein anderer Autor dazu inspiriert?

Ich habe mit fünf
meine erste Kurzgeschichte geschrieben, und habe schon immer Spaß daran gehabt,
mir eigene Geschichten auszudenken. Oft habe ich z.B eine Zeichentrickserie
oder eine Fernsehserie gesehen und irgendetwas hat mich daran meistens gestört,
also habe ich angefangen, so eine ähnliche Geschichte zu schreiben, aber mit
Personen, die ich lieber mochte und einem anderen Ende. So hat das ganze
angefangen. Aber schnell habe ich dann eigene Ideen umgesetzt. Selbst im
Unterricht habe ich an meinen Geschichten geschrieben, das hat mir mehr Spaß
gemacht als der langweilige Unterricht.

Das
ist ein interessanter Weg zum Schreiben. Schule fand ich immer langweilig und
wünschte mir, dass ich auch so ein Hobby gehabt hätte. Am 17.02. kommt dein
neues Buch heraus. Der 2. Fall für Nathan O’Brian. Magst du dazu ein paar Worte
sagen?

Ja, lest es,
unbedingt! Nun aber ernsthaft. Ich hatte nach Beendigung von Todesschwestern
Angst, dass ich nicht so in Geschichte reinkomme. Die Szenen mit Joss im ersten
Buch haben mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich hatte die Befürchtung, dass
sie mir sehr fehlen würde. Doch nach ein paar Absätzen, hatte sich diese Angst
nicht bestätigt. Ich kam sehr schnell rein in die Story und hatte unglaublich
viel Spaß beim Schreiben. Sei mein Tod (Der 2.Fall für Nathan O`Brian) führt
Nathan mit einem unschönen Kapitel aus seiner Kindheit zusammen und der Leser
erfährt einiges aus seinem Privatleben, doch der Fall bleibt natürlich im
Vordergrund. Es ist etwas länger als das erste Buch und ich bin sehr aufgeregt,
wie es bei den Lesern ankommt.

Ich
bin sehr gespannt und werde es auf jeden Fall lesen. Ich warte ja schon
sehnsüchtig darauf. Mich würde interessieren, ob du eher spontan schreibst und
dich von der Geschichte leiten lässt oder ob du den Plot erst mal durchdenkst
und dann anhand dieses überlegten Plots schreibst.

Sowohl als auch.
Todesschwestern entstand sehr skurril. Ich hatte den Prolog seit Jahren auf
meiner Festplatte, stieß beim Aufräumen wieder darauf und fand den Text so
toll, dass ich ihn unbedingt verwenden wollte. Ich hatte den Prolog damals
geschrieben, ohne zu wissen, was es werden soll. Ob Kurzgeschichte, oder Roman,
oder einfach nur eine Schreibübung. 

 Irgendwann hatte mich dann entschlossen, einen
Kurz-Thriller zu schreiben und ihn im Selfpublishing herauszubringen, einfach
um zu gucken, ob ich so etwas überhaupt kann. Einen Thriller schreiben. Da
entschloss ich mich, den alten Text auf meiner Festplatte als Prolog für den
Thriller zu verwenden. Dann überlegte ich erst einmal, was es mit diesem Mädchen
auf sich haben könnte. Was hat sie erlebt, was ist vorher passiert? Und so kam
nach und nach Joss` Geschichte zustande. Ich habe dann grob geplottet, sodass
ich wusste, wo ich hinwollte, doch zwischendurch sind mir viele weiter Ideen
gekommen, sodass ich spontan Sachen hinzugefügt habe. Schnell merkte ich, dass
ich so viel Spaß daran hatte, dass ich beschloss einen richtigen Thriller
daraus zu machen und verwarf die Idee mit den 50 geplanten Seiten.

Das zweite Buch
habe ich schon ein wenig genauer geplottet, aber auch hier halte ich mich nicht
so streng an die Pläne. Oft fallen mir tolle Szenen beim Abwasch oder Kochen
ein und so halte ich mich zwar an das geplante Grundgerüst, bin aber sehr
flexibel, was einzelne Kapitel betrifft.

Da
bin ich echt froh, dass du den Prolog wieder gefunden hast. Wenn du eine
Geschichte schreibst, sind die Charaktere frei erfunden, oder ähneln sie
Freunden, Verwandten oder vielleicht auch Menschen, die du nicht so gerne hast?

In Sei mein Tod
habe ich einer Kellnerin einen Namen meiner Leserin gegeben. Ich hatte so eine
Art Auslosung gemacht. Für Nathans dritten Fall habe ich dieses Mal eine kleine
Nebenrolle vergeben, auch im Rahmen einer Verlosung. Diese werde ich dann sehr
an die echte Person anlehnen. Aber ansonsten sind alle Figuren frei erfunden.

Das
mit der Kellnerin habe ich ja mitbekommen und fand diese Idee wirklich sehr
gut. Wie bist du auf die Idee des Buches gekommen? Was inspiriert dich bei
deinen Geschichten?

Wie ich zu
Todesschwestern kam, habe ich ja schon erzählt. Bei »Sei mein Tod« hatte ich
zuerst den Titel und baute darauf die Geschichte auf. Selbst für mich eher
unorthodox. Ich habe mich mit meinem Freund über Buchtitel unterhalten und er
sagte auf einmal »Sei mein Tod klingt doch gut« und ich war sofort Feuer und
Flamme. Nur fehlte mir der Plot dazu. Aber der war schnell gefunden. Hat keinen
halben Tag gedauert.

Oft lese ich von
Autoren, dass sie während eines Spaziergangs inspiriert wurden zu einer
Geschichte, als ein Ahornblatt im Wind davon getragen wurde oder so. So etwas
klingt immer toll. Bei mir sieht das leider ganz anders aus und klingt nicht so
toll. Ich setze mich einfach hin, mit Zettel und Stift und denke nach. Mache
mir Notizen, überlege, welche Figur will ich beschreiben, welches Thema soll
das Buch haben. Dann streiche ich ziemlich viel von den Sachen wieder durch,
recherchiere ein wenig im Netz, überlege, überlege und denke nach und dann
steht irgendwann die Story.

Ich habe gerade
Nathans dritten Fall begonnen und dieses Mal wurde ich von einem
Zeitungsartikel inspiriert, der im frühen neunzehnten Jahrhundert abgedruckt
wurde. Diese Geschichte hat mich irgendwie interessiert und so habe ich
beschlossen, sie in das Buch einzuarbeiten.

Das
hört sich spannend an und werde schon sehnsüchtig auf Band 3 warten, genauso
wie ich auf Band 2 warte. Ich danke dir sehr für dieses Interview und habe mich
sehr gefreut, dass du dir die Zeit dafür genommen hast.

Ihr Seid an Todesschwestern oder Sei mein Tod Interessiert? Dann Klickt auf den Text der beiden Titel für mehr Informationen oder ihr geht auf ihre Homepage
http://arwynyale.de


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