[Gastbeitrag eri_scamander] Meinung zu der Enyador Saga von Mira Valentin

[Gastbeitrag eri_scamander] Meinung zu der Enyador Saga von Mira Valentin

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Vier Königssöhne. Vier Wünsche. Ein Schicksal.
Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen Unterdrückern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus … und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.

Vier Wächter. Vier Völker. Eine zerstörerische Liebe.
Die Prophezeiung hat sich offenbart und die Wächter sind auf dem besten Weg, Enyador zu einen. Doch Tristans Liebe zu der Elbenprinzessin Isora steht dem Frieden im Wege. Nicht nur die zerbrechlichen Bündnisse der vier Völker drohen daran zugrunde zu gehen, sondern auch die Einheit der Menschen untereinander. So stehen Tür und Tor offen für Verrat aus den eigenen Reihen … und die Schicksalsgöttin spinnt ihre dunkelsten Fäden.

Ein Mann. Ein Feind. Eine uralte Frage.
Tristan hat sich verändert. Aus dem Waisenjungen von früher ist ein unerbittlicher Krieger geworden, der an der Last auf seinen Schultern zu scheitern droht. Doch ein verlockendes Angebot des Hexenmeisters Beltain verspricht ihm Erlösung. Zur selben Zeit erhebt sich im Norden eine dunkle Macht, die ganz Enyador bedroht. Nun liegt das Schicksal des Landes ein weiteres Mal in der Hand eines Prinzen von Dornstrang – und er allein bestimmt über Krieg oder Frieden.

Zwei Steine. Zwei Todfeinde. Ein letzter Kampf.
Die Gemeinschaft der Wächter ist zerbrochen. Im Norden erhält Tristan vom Hexenmeister Beltain den Auftrag, die Feenkönigin Weyona zu töten. Zur gleichen Zeit sendet Weyona Istariel aus, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Schon bald treffen die ehemaligen Gefährten aufeinander, beide angetrieben von einem letzten verzweifelten Wunsch. So ziehen Enyadors Völker gegeneinander in den Krieg … und entfachen ein Inferno, das selbst Berge und Götter zum Erschaudern bringt.

Meine Meinung zur Enyador-Saga
Wenn man überlegt, wie man die Enyador-Saga für jemanden beschreiben könnte, der noch nie davon gehört hat, dann kommt man schnell ins Grübeln. Rein objektiv betrachtet haben wir eine High-Fantasy-Saga vorliegen.
Es gibt Menschen, Elben, Drachen und noch einige andere mystische Wesen. Aber ist es das schon gewesen? Handelt es sich schlicht um eine weitere Geschichte, in der sich verschiedene Völker die Köpfe einschlagen? Mitnichten!

Wo fängt man an? Mit der Entwicklung der einzelnen Protagonisten? Mit der finalen Auflösung dieser absolut mitreißenden Story? Mit den liebevoll gestalteten Illustrationen? Mit den hervorragenden Cover? Mit dem fehlerfreien (Lob an die Lektorin/Korrektorin), flüssigen und ohne Frage Spannung erzeugenden Schreibstil?

Aber ganz von vorne: Die vier Bände sehen, vor allem als Taschenbuch, aber auch als E-Book, wirklich toll aus! Hardcover gibt es leider nicht. Die Cover sind von Alexander Kopainski durchweg detailliert angefertigt und im Bullaugen-Stil schön anzusehen.

Mira Valentins Schreibstil könnte cineastischer kaum sein und bringt einen dabei an den Rand des Wahnsinns. Sobald man von einem der Charaktere derart gefesselt ist, dass man die Spannung kaum noch aushält, gibt es einen Schnitt und der Leser läuft wieder mit einem anderen Protagonisten durch die Welt Enyadors.

Dieser Eindruck entsteht beim Lesen tatsächlich. Die Nähe zu den einzelnen Charakteren ist so stark, dass man richtig mit Tristan, Kay und co. mitleidet und mitkämpft. Die Entwicklung von Tristan ist hierbei am beachtlichsten, ohne zu viel zu verraten.

Es ist gar nicht so einfach, einen Hauptprotagonisten oder gar einen Liebling zu bestimmen. Jeder dieser Charaktere kommt dem Leser zu irgendeinem Zeitpunkt der Geschichte näher, ehe er/sie wieder unglücklich handelt oder einen Fehler begeht und sich damit wieder aus der Gunst der Leser schießt. Und doch wachsen einem die Personen auf unerklärliche Weise immer mehr ans Herz, sodass man sie am liebsten wieder auf den richtigen Pfad schubsen würde.

Fazit
Diese Saga hat mich unfassbar gepackt und derart in eine Welt hineinkatapultiert, wie ich es bisher sonst nur bei großen Epen wie Herr der Ringe oder Harry Potter erlebt habe. Der Abschluss des Buches war wie ein Erwachen aus einer Parallelwelt. Diese Reihe war eine meiner besten Entscheidungen in jüngerer Zeit. Ein absolut würdiges Finale! Dies war garantiert nicht die letzte Reihe von Mira Valentin, die ich gelesen habe!

©
Cover: Mira Valentin

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