[Gastbeitrag eri_scamander] Meinung zu Die rote Zora und ihre Bande von Kurt Held

[Gastbeitrag eri_scamander] Meinung zu Die rote Zora und ihre Bande von Kurt Held

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Ein spannender Abenteuerklassiker für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren

Branko verliert seine Mutter und sein Zuhause. Bald verdächtigt man ihn des Diebstahls und sperrt ihn ein. Doch Zora, das Mädchen mit den roten Haaren, befreit ihn, und er wird in ihre Bande aufgenommen, die in einer alten Burg haust. Gemeinsam schlagen sich die Kinder durchs Leben, genießen die Freiheit und halten auch in Hunger und Not fest zusammen. Nichts kann ihre Kameradschaft erschüttern – bis die Bürger des Küstenstädtchens sich dazu entschließen, dem wilden Treiben ein Ende zu setzen und Zora und ihre Bande hinter Gitter zu bringen …

Meine Meinung zu Die rote Zora
Schon oft konnte ich beobachten, dass Jugendbücher oft sehr harte Erlebnisse aufzeigen, welche für Kinder und Jugendliche schwer verarbeitbar sind. Dies ist auch bei „Die Rote Zora und ihre Bande“ der Fall.

Der junge Branko verliert seine Mutter und hat dadurch keine Verwandten mehr, die sich um ihn kümmern, da sein Vater als Wandermusiker durch Kroatien reist und für ihn nahezu unbekannt ist.

Kurt Kläber, alias Kurt Held, hat diesen Roman während des Nationalsozialismus als verfolgter Kommunist unter Pseudonym geschrieben. Was ich an Kurt Held liebe, sind seine detailreichen Beschreibungen der kroatischen Landschaft und der Küstenstadt Senj, in der die Handlung spielt. Es entsteht der Eindruck, man ginge selbst mit Branko über den Marktplatz des Städtchens und schaue mit ihm auf das glitzernde Wasser.

Branko ist ohne Frage die Identifikationsfigur des Buches, auch wenn Zora die Titelfigur ist. Ebenso beschreibt Held sehr schön die zwischenmenschlichen Spannungen innerhalb der Bande.

Das Cover dieser Auflage ist sehr schlicht gehalten, jedoch in Anbetracht der Geschichte relativ passend.

Ein kleines Manko des Buches ist, dass es in sehr lange Kapitel gegliedert ist und somit nicht gut für das Lesen zwischendurch geeignet ist.

Fazit
Wer die Härte in älteren Jugendbüchern, zum Beispiel aus Alice im Wunderland oder Krabat, gewohnt ist, der wird an diesem Werk seine Freude finden, wenngleich das moralische Gewissen auf eine interessante Probe gestellt wird. Eine etwas schönere Ausgabe wäre dem Buch allerdings zu wünschen.


©
Cover: S. Fischer Verlag

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