[Gastbeitrag eri_scamander] Meinung zu Flammenklinge von Mira Valentin und Erik Kellen

[Gastbeitrag eri_scamander] Meinung zu Flammenklinge von Mira Valentin und Erik Kellen

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Es ist nur ein Auftrag für Kayden Wolfshall:
Bringe die Prinzessin von Jandor in Sicherheit!
Doch der Weg dorthin ist gefährlicher als gedacht.

Aira hat alles verloren.
Nun muss sie einem Nordmann vertrauen, der sie zielstrebig zu einem Ort führt,
dessen bloße Existenz ein Mythos ist.

Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Eine abenteuerliche Flucht beginnt,
denn die Kreaturen der Tothautlande sind ihnen bereits auf den Fersen.

Meine Meinung zu Flammenklinge

Bei einer Trilogie stellt der zweite Band oft eine große Herausforderung dar. Denn dieser muss natürlich an den ersten Teil anknüpfen und die Handlung für den letzten Teil vorbereiten, darf aber gegenüber den beiden Randbüchern nicht verflachen und an Spannung oder Interesse einbüßen. Flammenklinge ist ein Paradebeispiel dafür, wie man den zweiten Teil einer Trilogie mit Hochspannung fortführen kann.

Die beiden Protagonisten, Aira und Kayden, müssen in diesem Buch eine schwere Entwicklung durchmachen. Unfreiwillig müssen sich die beiden zusammenschweißen, um ihre Flucht vor den zahlreichen Feinden zu bewältigen und das auferlegte Ziel zu erreichen, und das, obwohl diese beiden kaum unterschiedlicher sein könnten. Eine höfische Prinzessin mit einer besonderen Gabe und ein Nordmann von hohem Mut und kämpferischer Natur, gezeichnet von einem Drachen. Während eine Hälfte dieses Gespanns ihr Schicksal nicht versteht, tut die andere Hälfte sich schwer damit, das eigene Schicksal anzuerkennen. Gestützt werden die beiden von dem immer fröhlichen und kindlich faszinierten Fuchsmädchen Klecks. Diese ist der Sonnenschein auf einer Mission, die einem Himmelfahrtskommando gleicht und hoffnungslos erscheint.

Die Kapitel werden im Wechsel aus der Sicht von Aira und Kayden geschrieben, wobei Mira Valentin den weiblichen und Erik Kellen den männlichen Part übernimmt. Trotzdem wird das Geschehen von einem auktorialen Erzähler wiedergegeben. Die beiden Schreibstile ergänzen sich insgesamt gut und man hat nicht das Gefühl, dass hier zwei verschiedene Autoren schreiben, wie es zuweilen im Vorgänger noch der Fall war. Ein kleiner Störfaktor bilden allerdings die vielen Cliffhanger, vor allem in den Kapiteln von Kayden, von denen es teilweise etwas zu viel des Guten ist. Sowohl die Story- als auch die Charakterentwicklungen sind hingegen von enormer Spannung und ziehen den Leser in ihren Bann bis zum großen und überraschenden Finale.

Das Buchcover ist wie schon beim Vorgänger sehr ansprechend gestaltet mit verschiedenen Elementen der Geschichte und setzt den Fokus auf Kayden. Damit stellt es eine wirkliche Bereicherung für das Buch dar. Auch die Karten, die im Buch abgedruckt sind, sind sehr schön dargestellt und helfen, die Geschehnisse besser lokalisieren zu können, wenngleich sie auch etwas schlicht scheinen, was aber durchaus passend ist.

Fazit
Flammenklinge ist eine hervorragende Fortsetzung des ersten Bandes, der diesen sogar überflügelt und die Frage offen lässt, ob dies im Finale überhaupt noch zu toppen ist. Nicht nur die Charaktere und die Handlung entwickeln sich toll, sondern auch die Autoren, sodass dieses Buch nur noch schwerlich aus der Hand zu legen ist. Daher gibt es eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch.


©
Cover: Mira Valentin und Erik Kellen

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