[Interview inklusive Gewinnspiel] mit Dani Aquitaine

[Interview inklusive Gewinnspiel] mit Dani Aquitaine

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Hey ihr Lieben,

Heute habe ich nach längerer Zeit mal wieder ein Interview inklusive Gewinnspiel für euch. Dani Aquitaine habe ich zufällig über LovelyBooks kennengelernt und ich bin unheimlich froh darüber. Denn schon nach dem ersten Buch, das ich von ihr gelesen habe, war ich hin und weg. Sie stand mir nun für all meine Fragen zur Verfügung, damit auch ihr sie besser kennenlernen könnt.

Liebe Dani,

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, um all meine Fragen zu beantworten.

Sehr gerne!

Kannst du dich bitte einmal kurz in 3 Sätzen vorstellen?

Ich bin 1981 geboren, lebe mit dem Liebsten, einer Piratenelfenprinzessin und einem Roboterfeuerwehrritter im Norden von München und schreibe, seit mir mein Vater in einem kleinen Schreibwarenladen ein rotes Notizbuch gekauft hat (das war in der zweiten Klasse). Hauptberuflich bin ich Graphikdesignerin und schreibe meist erst nachts. Ich stelle mir gern vor, dass meine Geschichten in den Köpfen der Leser*innen auch über die Liebesgeschichte hinaus etwas bewirken.

Ich bin begeistert. Du bist eine der Wenigen, die es wirklich mit genau 3 Sätzen geschafft hat. *lach*
Du hast 2013 mit dem ersten der drei Themiskyra-Romane rund um Ell dein Debüt veröffentlicht. Kannst du dich noch daran erinnern, was es für ein Gefühl war,  deine eigene Geschichte veröffentlicht zu sehen? Ändert es sich mit der Zeit, bekommt man da Routine?

Ich glaube, das Gefühl war weniger erhebend, als man erwarten würde – ich war erst einmal einfach nur erleichtert, dass ich es nach den langen Korrekturphasen endlich veröffentlicht hatte. Das waren aber auch alles reine eBooks; als hingegen die erste Lieferung mit gedruckten Eigenexemplaren von „Ainias Geheimnis“ ankam, war ich wirklich aufgeregt. Und natürlich ein bisschen stolz.

Oh ja, das stimmt. Wenn man es dann so richtig in den Händen halten kann, ist es sicherlich nochmal etwas ganz anderes. Stolz kannst du auf alle Fälle sein.
Hier gibt es sicherlich einige Leser, die noch nie etwas von deinen Büchern gehört haben. Magst du uns eines verraten: Was ist überhaupt Themiskyra?

Themiskyra ist die Stadt, in der die Amazonen leben. Der Name stammt aber nicht von mir, sondern aus der griechischen Mythologie. Früher lag Themiskyra vermutlich in Kleinasien, in meinen Büchern wird damit jedoch weniger der genaue Ort, sondern vielmehr die Gemeinschaft der Amazonen an sich bezeichnet, die hier zusammenleben. Meine Amazonen sind wehrhaft, aber sie ziehen nicht in den Krieg, sie versorgen sich komplett selbst und leben im Einklang mit der Natur. In meiner Buchwelt ist Themiskyra die größte Gemeinschaft, überall auf der Erde gibt es aber noch weitere Amazonensiedlungen, die miteinander in Kontakt stehen.

Diese Reihe befasst sich also mit dem Volk der Amazonen. Hast du eine besondere Verbindung zur griechischen Mythologie? Wie kamst du auf die Idee?

Da ich in der Schule Latein und Altgriechisch gelernt habe, hatte ich seit der fünften Klasse mit den antiken Sagen zu tun. Und gerade in dieser männerdominierten Sagenwelt sind mir die Amazonen immer positiv aufgefallen, so selbstbestimmt und mutig im Vergleich zum gängigen Frauenbild damals. Die Idee mit den Amazonen kommt eigentlich aus einem ganz alten Plot, den meine beste Freundin und ich 1998 geschmiedet haben. Leider ist der so umfassend, dass bis jetzt noch kein Roman daraus geworden ist – bis auf den Amazonen-Strang eben. Und ein paar von den damals entworfenen Figuren tauchen auch in meinem zweiten Teil „Ainias Rache“ und den Folgebänden auf. Freut euch auf Shirokko und seinen Mannen! 😀

Huch, jetzt bin ich aber gespannt. 😀
Magst du uns genauer erzählen, worum es in dieser Reihe geht?

Die Themiskyra-Reihe spielt in einer Zukunft, in der die globalen Erdölvorräte erschöpft sind, und handelt von der 16-jährigen Ell, die nach dem Tod ihres Vaters aus ihrer Heimatstadt vor Plünderern flüchten muss. Per Zufall gelangt sie nach Themiskyra und findet in der Amazonenstadt eine neue Heimat. Sie kann sich gut vorstellen, künftig nur unter Frauen zu leben, doch dann läuft ihr Louis über den Weg. Seine feindselige Art gibt ihr Rätsel auf, und als er dann ihr Leben rettet, verliebt sie sich wider Willen in ihn. Das nervt sie – und dass das in der Amazonenstadt Ärger gibt, ist klar …

2014 erschien dann dein Buch „Finger weg! Pollys Aufzeichnungen!“ Was genau hat es damit auf sich?

Das Buch „Finger weg“ ist ein kurzes Spin-off der ersten drei Themiskyra-Bände, das aber auch eigenständig funktioniert. Es gibt die Erlebnisse der 15-jährigen Amazone Hippolyta und ihre Sicht auf die Geschehnisse von „Themiskyra – Das Versprechen“ wider. Ehrlich gesagt ist es mein liebstes unter den selbstgeschriebenen Büchern, voller Drama und Liebe und Musik  – es gibt sogar eine passende Playlist bei Spotify. Abgesehen davon spielt Polly auch in Ainias Geschichte eine Rolle; die Schicksale von Ell, Polly und Ainia sind miteinander verwoben.

Ohhh, da muss ich auf jeden Fall mal einen Blick auf die Spotify Playlist werfen.
Durch die Adventsverlosung bei Lovelybooks bin ich dann auf dich und deine Bücher aufmerksam geworden. Ainias Geheimnis ist der erste Band einer Themiskyra-Tetralogie, die sich mit Ainias Geschichte befasst. Kannst du uns erzählen, womit die Tetralogie sich befasst?

Die Reihe spielt in der nahen Zukunft und handelt von der jungen Amazone Ainia, die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Themiskyra und das anstrengende Leben dort langweilen sie, mit ihrer Mutter versteht sie sich nicht besonders gut. Obwohl sie eine gute Freundin hat, ist sie nicht so in der Amazonenstadt verwurzelt wie die anderen Mädchen, da sie aus einer Amazonengemeinschaft in Südamerika stammt und erst mit sechs Jahren nach Themiskyra kam. Sie eckt also an, weiß aber, dass es keinen Sinn hat zu rebellieren, da ihr Leben durch uralte Traditionen vorbestimmt ist.

Das ändert sich schlagartig, als sich der wohlhabende Kassian in sie verliebt und sie die Chance erkennt, aus ihrem alten Leben auszubrechen und vielleicht mit ihm ihr zukünftiges Glück zu finden. Natürlich kommt aber alles anders, als sie denkt. Und so erlebt sie auf ihrer Suche nach Identität und Liebe im Laufe der vier Bände einige Abenteuer, während die Welt immer weiter im Chaos versinkt, da die weltweiten Erdölvorräte knapp werden.

Das klingt super spannend. Ich freue mich schon sehr darauf, die weiteren Bände zu lesen.
Kannst du uns Ainia näher vorstellen? Was ist deiner Meinung nach jeweils die stärkste und was die schwächste Eigenschaft von ihr?

Ainia ist auf den ersten Blick keine Sympathieträgerin. Sie wirkt verwöhnt und egoistisch, ist oft misstrauisch und pampig, mag keine Kinder und behandelt die in Themiskyra angestellten Arbeiter von oben herab. Aber wer hinter ihre Maske sieht, entdeckt, dass sie ein gutes Herz hat, das sie leider ein bisschen zu oft hinter ihrer Ruppigkeit versteckt. Positiv sind auch ihre Selbstironie, und dass sie die Dinge „anpackt“. Sie ist mutig. Sie hadert meist nicht viel, sondern handelt. Indem sie im Laufe der Tetralogie ihren Weg sucht, findet sie auch zu sich selbst, durch die Menschen, die sie kennenlernt, durch den Verfall der Zivilisation, die Abenteuer, die sie erlebt und die Feinde, die sie mit neu gewonnenen Freunden bekämpft.

Äh, ja. Du wolltest jeweils eine Eigenschaft. Also: Stärkste Eigenschaft: Selbstbestimmtes Handeln. Schwächste Eigenschaft: Dass sie nicht widerstehen kann, hin und wieder etwas mitgehen zu lassen.

Da triffst du es auf den Punkt: Wie soll man es auch anders sagen, Ainia ist schon eine kleine Kleptomanin. 😀  Als Leser lernt man hier einige ihrer Tricks, aber auch vor allem die Gefahren dabei kennen. (Anmerkung von mir an die Leser: Tut es nicht! Probiert es nicht aus! *lach*) Ich habe mich beim Lesen die ganze Zeit gefragt, wie wohl deine Recherche dazu aussah. Hast du Kaufhausdetektive befragt, dich mit Kleptomanen unterhalten, einfach viel darüber gelesen oder es vielleicht mal selbst ausprobiert (*Spaß*)?

Nichts davon, obwohl das sicher interessant gewesen wäre 😀 Ich habe in diesem Fall gar nicht recherchiert, sondern mir einfach etwas einfallen lassen. Aber ich bin, ehrlich gesagt, ziemlich überzeugt davon, dass das im wirklichen Leben nicht so funktionieren würde wie bei Ainias Raubzügen. Vor allem nicht, wenn man mit Technik aus der Zukunft konfrontiert wäre, die vielleicht auch einen getarnten Dieb auf Schritt und Tritt verfolgen könnte. Also: Macht es lieber wirklich nicht nach!

Och schade. Ich hatte gehofft, du erzählst uns jetzt von wilden Verfolgungsjagden aus Recherchezwecken. Hehe.
Eine weitere wichtige Rolle in dem Buch spielt Kassian. Kannst du ihn uns auch näher vorstellen? Was macht ihn aus?

Kassian ist reich, attraktiv und ein kleines bisschen berühmt, und weil er in seinem bisherigen Leben hauptsächlich von Tussis umringt war, begeistert ihn Ainias natürliche, unkonventionelle und anfangs unbeeindruckte Art vom Fleck weg. Durch ein traumatisches Erlebnis in seiner Vergangenheit hat er gelernt, den Augenblick zu genießen, und diese scheinbar sorglose und auch verschwenderische Lebensweise ist es, die wiederum Ainia gefällt, die in der Amazonenstadt ein ganz anderes Leben gewöhnt ist.

Da prallen wahrlich zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Wie kommst du eigentlich auf die Namen für deine Charaktere?

Ainia ist ein alter Amazonenname; die antike Ainia kämpfte mit Penthesilea im Trojanischen Krieg und wurde von Achill getötet. Atalante und Hippolyta sind ebenfalls Amazonennamen aus der griechischen Sagenwelt. Und der Name Kassian ist mir einfach so zugeflogen. Manchmal recherchiere ich also, manches kommt zufällig, manchmal quäle ich auch Familie und Freunde, bis sie Namen ausspucken. Oder Handlungselemente. Oder Showdown-Ideen. 

Ich sehe schon, eine perfekte Mischung. 😀
Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch aus Ainias Perspektive in Ich-Erzählung geschrieben ist. Das macht es besonders spannungsvoll. War es dir wichtig, dass die Leser alles ganz genau mit ihr miterleben können? Hattest du Angst, dass ein Leser Ainia nicht mögen oder sich nicht in sie hineinversetzen könnte, gerade weil sie so ist, wie sie ist?

Ich glaube, die Spannung wird tatsächlich vor allem dadurch angetrieben, dass die Leser*innen mit Ainia leben und lieben und leiden. Und die Ich-Perspektive erleichtert es mir natürlich sehr, mich in die Protagonistin hineinzuversetzen. Dass Leser meine Ainia nicht mögen, könnte ich – vor allem zu Beginn der Geschichte – gut verstehen, aber ich hatte keine Angst davor. Wahrscheinlich, weil ich gar keine Wahl hatte; Ainia ist eben, wie sie ist. Das mag im ersten Moment seltsam klingen: Als Autor*in hat man ja scheinbar alles in der Hand. Tatsache ist aber, dass Ainia bereits in Band 3 der Themiskyra-Reihe „Die Suche“ aufgetaucht ist und ich nun mit der Person arbeiten musste, die ich damals erschaffen hatte, egal, ob sie jemand unsympathisch finden würde oder nicht. Aber: Sie wird netter. Echt.

Haha, dann wollen wir dir mal glauben. 😀
Wie sieht generell eine Schreibphase bei dir aus? Planst du von vornherein ein Buch oder eine Reihe durch und auch, wann du schreibst? Oder lässt du es einfach auf dich zukommen? Brauchst du eine bestimmte Atmosphäre zum Schreiben?

Es ist meist ein kleiner Funke, ein klitzekleines „Was wäre wenn“, eine winzige Idee, die den Stein ins Rollen bringt. Jeden Abend vor dem Schlafen feile ich weiter an dieser Idee und mache tagsüber knappe Notizen dazu. Und kurz bevor ich halb verrückt werde, weil mich die Idee gar nicht mehr loslässt und die entfesselte Buchwelt meinen Kopf allzusehr in Beschlag nimmt, fange ich fieberhaft an zu schreiben und die Geschichte „freizulassen“. Ich habe dann keinen komplett durchdachten Plot, weil meine Protagonisten ja doch immer ein Eigenleben entwickeln und tun, was sie wollen; zumindest stehen aber einige Eckpunkte und das Ende fest. Ich möchte nicht alles planen, weil es die Möglichkeiten zu sehr einschränkt. Manches muss sich einfach entwickeln.

Wenn ich dann Abend für Abend schreibe, ist es ein bisschen wie eine Sucht. Die Atmosphäre ist dabei relativ egal, ich sitze einfach in der Küche und höre Musik dazu. Bis das Buch in der Rohfassung fertig ist, dauert es ca. sechs Wochen, in denen ich vermutlich ziemlich unausstehlich bin, weil mich alles nervt, was mich vom Schreiben abhält. Arbeit. Wäsche. Kochen. 😀 Anschließend sehe ich das Manuskript mindestens sechs Wochen nicht an, um Abstand zu gewinnen, und dann folgen die diversen Korrekturphasen.

Jetzt werde ich dieses Bild niemals aus dem Kopf kriegen, wie du in deiner Küche sitzt und unausstehlich bist. 😀 Hach, so sympathisch. 🙂
Wie stehen deine Familie und deine Freunde zu deinem Autorenleben? Bekommst du eher Unterstützung oder ist man dort auch mal genervt, wenn du viel Zeit mit dem Schreiben verbringst?

Zum Glück ist bislang noch niemand genervt … zumindest hat sich bisher noch niemand beklagt. Der Liebste ist aber auch der geduldigste Mensch auf der Welt, und Familie und Freunde helfen mir als Ratgeber, Lektoren und Korrektoren. Ohne sie wäre ich also, in so mancher Hinsicht, ziemlich verloren 🙂

Das ist schön, dass du da so viel Unterstützung erhältst.
Kommen wir mal zum Äußeren: Das Cover deiner Ainia-Reihe ist mir sofort ins Auge gestochen und ich finde, es hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Auch das Innenleben deines Buches ist sehr schön und ansprechend gestaltet. Ist das alles dein Werk? Worauf kommt es dir bei der Gestaltung deiner Bücher an? Sollte die Person auf dem Cover ganz genau die Protagonistin widerspiegeln?

Vielen Dank für Dein Lob! Ja, das ist mein Werk – hat mich aber dank diverser Probleme mit Druckereien und ausländischen Buchformaten einige Nerven gekostet, deswegen gibt es auch leicht variierende Ausgaben bei Band 1. Da ich es selbst toll finde, wenn die Innenseiten ebenfalls schön gestaltet sind, wollte ich das natürlich auch bei meinen Büchern gerne so haben.

Bei der Covergestaltung kommt es mir zum einen auf formale Sachen an, beispielsweise, dass es auch in Schwarz-Weiß funktioniert und der Titel auch in kleinem Format lesbar ist. Zum anderen ist es mir wichtig, dass man gleich sieht, welche Bücher zu einer Reihe gehören, und es liegt mir sehr am Herzen, dass die abgebildete Person mit der im Text beschriebenen übereinstimmt. Ich habe mich als Leserin nämlich schon oft geärgert, wenn Geschichte und Cover nicht zusammenpassen.

Oh ja, du sprichst mir da aus dem Herzen. Das finde ich auch immer sehr verstörend.
Deine bisherigen Bücher hast du im Selfpublishing herausgebracht. War für dich von vornherein klar, dass du diesen Schritt allein gehen willst oder käme auch ein Verlag für dich infrage?

Für ein anderes Buchprojekt (ein supercooles Mix aus Geschenkbuch und Ratgeber, *Werbung* 🙂 hatte ich mal versucht, einen Verlag zu finden, aber es ist ein sehr zeitintensives und größtenteils auch frustrierendes Unterfangen. Das war mir für die Themiskyra-Bücher einfach zu blöd; Schreiben war für mich einfach ein Hobby und ich wollte keine Bittstellerin mehr sein. Dank eBook-Readern und Selfpublishing-Dienstleistern ist es ja zum Glück kein Hexenwerk mehr, ein Buch selbst zu veröffentlichen. Die Werbe- und Marketingmöglichkeiten jedoch, die einem Verlag zur Verfügung stehen, sind natürlich phantastisch, und wenn mir ein Verlag einen Vertrag anbieten würde, würde ich wahrscheinlich nicht nein sagen, weil es auch toll wäre, sich einfach nur auf das Schreiben konzentrieren zu können.

Ja, das ist wohl wahr. Aber ich denke, du hast es auch allein bisher sehr gut geschafft.
Kannst du dir eigentlich vorstellen, auch in anderen Genres Bücher zu schreiben?

Ja! Ich liebäugle mit einer Art Kinderkrimi. Aber erst muss ich alles andere fertigstellen, was noch in meinem Kopf herumschwirrt.

Uhh, das klingt toll. Jetzt weckst du meine Neugierde noch mehr.
Was machst du, wenn du mal nicht gerade schreibst?

Wenn ich frei und nichts zu schreiben habe, versuche ich Hals über Kopf das Haus in Ordnung zu bringen, spiele mit den Kindern oder E-Bass in meiner Band, schaue Filme und Serien – und natürlich liebe ich es zu lesen.

Wenn wir schon beim Lesen sind: Hast du ein Lieblingsbuch und/oder einen Lieblingsautor?
Die Thursday-Next-Reihe von Jasper Fforde ist grandios, die kann ich immer wieder lesen. Es handelt von einer alternativen, aber der unseren sehr ähnlichen Welt, in der jedoch Literatur eine elementare Rolle spielt. Die Heldin Thursday ist eine Literaturagentin, die u.a. aufpasst, dass die Charaktere in den Büchern keinen Unsinn machen, sie kämpft dort gegen Grammasiten, Minotauren, die aus dem Buch ausbrechen, und andere literarische Bösewichte, benutzt Fußnotofone oder hilft ihrem zeitreisenden Vater bei dessen Missionen … Man kann es nicht in wenigen Sätzen zusammenfassen, man muss es lesen.

Da werde ich auf jeden Fall mal einen Blick drauf werfen. Danke für den Tipp!
Stell dir vor, du begegnest einer guten Fee und hast drei Wünsche frei: Was würdest du dir wünschen? (Und nein, du darfst dir natürlich nicht unendlich viele weitere Wünsche wünschen.)

  1. Das klingt wahrscheinlich abgedroschen, aber Weltfrieden steht ganz vorne.
  2. Außerdem würde ich mir wünschen, dass so etwas wie der Verfall, also der Zusammenbruch der modernen Gesellschaft aufgrund der weltweiten Erschöpfung der Erdölressourcen, wie er in meinen Büchern vorkommt, niemals Wirklichkeit wird. Dass die Verantwortlichen noch rechtzeitig begreifen, dass wir von fossilen Brennstoffen unabhängig werden und auf erneuerbare Energien setzen müssen, wenn wir die Menschheit retten und den Planeten schützen wollen.

Und, Wunsch Nummer 3: Ein Häuschen am Tamarama Beach in Sydney wäre wirklich ausgesprochen nett.

Sehr gute Wünsche!
Jetzt noch kurz ein paar Stichpunktfragen:

Kaffee oder Tee?
Kaffee.

Buch oder ebook?
Derzeit eBook. Ich habe keine Nachttischlampe und der Reader hat eine integrierte Beleuchtung 😀

Sommer oder Winter?
Sommer!

Stadt oder Land?
Stadt.

Amazone oder „normaler“ Mensch?
Normaler Mensch. Amazonen sind toll, aber ohne die Liebe will ich nicht leben.

Einhorn oder Drache?
Drache. Am liebsten ein Nachtschatten.

Blond oder dunkelhaarig (bei Männern)?
Dunkel. Auch wenn der Liebste blond ist.

Party oder Fernsehabend?
Party. Ich brauche dringend eine große Portion guter Musik!

Danke für Deine Fragen! Es war echt interessant, mal aus einer anderen Richtung auf meine Themen zu blicken.

Ich hätte noch ein Epor für Dich, also ein Epitheton ornans, einen schmückenden Beinamen, so wie ihn die Amazonen verliehen bekommen, wenn sie ihren ersten Gegner im Kampf getötet haben. Im Gegensatz zur Buchwelt ist es bei uns glücklicherweise nicht nötig, dass Du erst jemanden um die Ecke bringst. Möchtest Du eins?

Oh ja, sehr gerne! <3

Dann bist Du ab jetzt die „bücherwandelnde Areti“. Denn mit Deinem Blog wandelst Du in vielen verschiedenen Buchwelten umher und als Lektorin gibst du Büchern den letzten Schliff und verwandelst du sie in etwas Perfektes. (Mein Epor ist nicht halb so gut. Ich bin die Sockenlose. Aber naja.)

Liebe Dani, vielen Dank für dieses wundervolle Epor und dass du all meine Fragen so ausführlich beantwortet hast. Ich hoffe, die Leser konnten dich nun besser kennenlernen und haben Lust auf deine Geschichten bekommen.

Nun haben wir noch ein Gewinnspiel für euch. Die liebe Dani stellt dreimal ein signiertes Taschenbuch vom ersten Ainia-Band zur Verfügung.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, verratet uns im Kommentar, ob ihr gerne als Amazone, fern von Männern, leben würdet oder nicht und vor allem warum ja oder nein! Und für die männlichen Teilnehmer: Wie würdet ihr versuchen eine Amazone von euch zu überzeugen?

Teilnahmebedingungen:
– Das Gewinnspiel läuft bis zum 08.03.2019 um 23.59 Uhr.
– Es wird drei Gewinner geben.

– Die Gewinner werden innerhalb von 3 Tagen auf dem Blog bekannt gegeben.
– Meldet sich ein Gewinner nicht innerhalb von 3 Tagen nach Verkündigung, wird neu ausgelost.
– Gewinnspielteilnahme ab 18 oder mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten.
– Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass im Gewinnfall der Name veröffentlicht wird.
– Die erhobenen Daten der Gewinner (Name, Adresse, E-Mail-Adresse) werden nur an die Autorin zur Übermittlung des Gewinns weitergegeben und nach Versand des Gewinnes unverzüglich gelöscht.
– Versand der Prints nur innerhalb Europas.
– Es besteht keine Haftung für den Verlust auf dem Postweg.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.


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Fotos: Dani Aquitaine

13 Gedanken zu „[Interview inklusive Gewinnspiel] mit Dani Aquitaine

  1. Interessantes Interview!

    Ich habe schon lange nichts über Amazonen gelesen und vor allem noch keine futuristische Version.

    Zu der Frage: Wenn ich in einen Amazonenstamm hineingeboren wäre, hätte ich damit kein Problem. Mich aktiv dafür zu entscheiden … hmm … das kommt auf die Umstände an. An sich glaube ich, dass es nette und “grausame” Menschen gibt (meist steckt beides in einem). Das ist Geschlechter unabhängig.
    Was die Liebe betrifft, denke ich, dass sie in unserer Natur liegt und auch Geschlechter unspezifisch wird, wenn man nur mit einem Geschlecht Kontakt hat.

  2. Eine solche Geschichte mit Amazonen hab ich noch nie gelesen, aber das klingt sehr spannend.
    Auf der einen Seite wäre das bestimmt interessant so ganz ohne Männer weil die einem schon mal ganz schön auf den Nerv gehen können.
    Aber auf Dauer wäre das nichts für mich.
    Danke für das schöne Interview und die tolle Aktion
    Wünsche euch ein schönes Wochenende
    Liebe Grüße

  3. Ein tolles Interview! Gar nicht so einfach – es gibt durchaus Tage an denen mir der Liebste und der Rest der Welt auf die Nerven geht – wo man sich weit weg in eine andere Welt wünscht, aber eigentlich würde ich das zu sehr vermissen – also würde ich mich gegen das Leben als Amazone entscheiden. Wobei man ja auch im modernen Alltag seine “Amazone” stehen muss 😉 Aber interessant für eine begranzte auszeit wäre es schon 😉

  4. Hey!

    Tolles Interview vielen dank!

    Hmm…eine gute frage….ich denke dass ich nicht dauerhaft isoliert von Männern leben wollen würde obwohl es stunden/tageweise mal richtig angenehm sein kann

    Dankeschön für das tolle Gewinnspiel

    Liebe grüße Carina

  5. Zur Realisierung der erfolggekrönten Bezirzung einer Amazone würde ich versuchen, der kleinasiatischen Kombattantin mit meiner virtuosen Kampfkunst zu imponieren!

  6. Hallo und guten Tag,

    Danke erst einmal für die interessante Vorstellung der Autorin per Interview.

    Hm, hier hat die Sabrina S. Schneider schon den guten Satz geschrieben
    ….wenn ich in so eine Gesellschaft hinein geboren würde/wäre ginge das eher und so denke ich auch…..niemand macht sich wirklich seine Gedanken ..ob…das Gut oder eher Böse ist eine z.B. Amazone zu sein. Wenn man keine Vergleichsmöglichkeiten oder Wahl hat. Dann nimmt man sein Leben/Schicksal eher hin, denke ich mal…….
    Amazonen haben eigentlich meistens keinen so guten Ruf…Mannesweiber/Kriegerinnen ohne Angst und Skrupel
    …also damit hätte ich schon meine Probleme, denn jeder hat doch mal Angst ….egal vor was auch immer oder macht sich Gedanken um seine Taten/Gewissen. So bin ich nicht gestrickt.
    Auch finde ich, Männer durchaus nicht meidenswert…deshalb glaube ich, gäbe ich wohl keine gute Amazone ab und sage zu diesem Vorschlag eher Nein….ich bleibe lieber das was ich bin eine , normale Frau.

    LG..Karin..

  7. Hey Katha,
    was für ein wundervolles Interview mit einer sympathsichen Autorin! Man wird richtig neugierig auf die GEschichten und bekommt gleichzeitig einen tollen Eindruck vom Schreiballtag, der Entstehtung der Geschichten usw.
    Irgendwie wäre es bestimmt interessant bei den Amazonen zu leben. Die Gemeinschaft klingt interessant und mit einem Haufen Frauen wird es sicher nie langweilig (Zickenalarm) 😀 Aber genau das könnte natürlich auch irgendwann unangenehm werden und so ganz ohne Kontakt zu Männern… manchmal sind die ja doch ganz nett 😉 Ist irgendwie schwierig, das so zu entscheiden. Ich denke, beides hätte was. Abgeschieden zu leben und mal was ganz anderes zu testen, sich auf sich zu besinnen und nicht vom anderen Geschlecht abgelenkt zu werden. Aber auch es so zu lassen, wie es ist, ist jetzt nicht so dramatisch schlecht 😀
    Lg Dana

  8. Hallo Areti,

    Das war ein sehr interessantes Interview, das mich sehr neugierig auf die Bücher von Dani Aquitaine gemacht hat.

    Zur Frage: Ich würde eine Amazone von mir überzeugen, indem ich sie mit meinem Charme und mit einem romantischen Dinner verführe. Das habe ich schon einmal geschafft, denn meine Frau ist eine halbe Amazone. Griechin halt.

    Liebe Grüße,
    Corpus (Karl)

  9. Danke für das tolle Interview Deine Bücher machen einen Wahnsinnig neugierig würde versuchen es bei Amazon versuchen mit weiblichen Charme und wenn das nix bringt mir was anders überlegen ❤

  10. Also ich bin sehr gerne mit Männern zusammen. Ich finde es mit ihnen unkompliziert und hoffe außerdem noch darauf, irgendwann in einem von ihnen die große Liebe zu finden. Also wäre ich wohl für ein Leben ohne Männer ungeeignet! Das Buch klingt übrigens sehr spannend, daher hüpfe ich gerne in den Lostopf 🙂

  11. Huhu,
    Danke für das tolle Interview.
    Ich bin sehr neugierig auf das Buch.
    Ich finde dass Männer manchmal einfach ehrlicher und offener sind als Frauen, unter Frauen gibt es doch oft irgendwelchen sinnlosen Streit.
    Daher nein, ich möchte lieber nicht unter denen leben.

    LG Manu

  12. Wow, das ist ja ein irre langes Interview. Besonders gefällt mir auch der Schluss, wo immer zwei Alternativen vorgegeben werden. Ich habe zwar noch nicht so viel von den Amazonen gehört, aber das was ich so im Kopf habe, das finde ich irre und spannend sowie geheimnisvoll. Da würde ich gern als “gute” Amazone in einer Gemeinschaft leben, die sich für das Wohl Anderer einsetzt, ohne aber gnadenlos (böse) zu sein. Das Buch macht mich neugierig und der Charakter von Ainia wirkt sehr geheimnisvoll – wenn man das Bild des Covers so anschaut…..

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