[Protagonisteninterview inklusive Gewinnspiel] mit Katharina und Konstantin aus der Gut-Greifenau-Saga von Hanna Caspian

[Protagonisteninterview inklusive Gewinnspiel] mit Katharina und Konstantin aus der Gut-Greifenau-Saga von Hanna Caspian

Werbung (unbezahlt)

Hey ihr Lieben,

Heute habe ich ein Protagonisteninterview inklusive riesen Gewinnspiel am Ende.
Die Autorin Hanna Caspian und ihre Bücher habe ich euch im Dezember vorgestellt. Wer sich das Autoreninterview nochmal anschauen möchte, kann gerne hier vorbeischauen. 🙂

Aber jetzt möchte ich es euch auch nicht mehr lange vorenthalten, los geht’s:


Interview mit Katharina und Konstantin von Auwitz-Aarhayn (Achtung Spoiler!) 

Ein nicht ganz ernst gemeintes Radio-Interview, geführt im Sommer Juli 1919

„Gut Greifenau hat so viele Leserinnen und Leser begeistert. Ihr gräfliches Landgut ist mit seiner Geschichte sogar in die Spiegel-Bestsellerlisten aufgestiegen. Wir wollten …“

Katharina: „Was ist denn eine Spiegel-Bestsellerliste?“

Konstantin: „Mein kleines Schwesterchen. Die besten Spiegel natürlich, die sich verkauft haben. Ich vermute, die mit den schön geschliffenen Facettenrand.“

Katharina: „Verstehe. Aber nenn mich nicht mehr kleines Schwesterchen.“

„Also. … Wir haben Sie doch noch gar nicht vorgestellt. …  Werte Zuhörer, wir haben heute das einmalige Vergnügen, uns mit Graf Konstantin von Auwitz-Aarhayn und seiner Schwester, der Komtess Katharina von Auwitz-Aarhayn, unterhalten zu dürfen.“

Katharina: „Ich heiße ja gar nicht mehr von Auwitz-Aarhayn.“

Konstantin: „Genau. Und eine Komtess bist du jetzt auch nicht mehr.“

Katharina: „Und du bist kein Graf mehr.“

Konstantin: „Stimmt. Nur noch dem Namen nach.“

„Ähm. Sollen wir nicht vielleicht der Reihe nach vorgehen? … Gut Greifenau ist ja eine Familiensaga. Ihre Familie spielt darin die zentrale Rolle. Wenn wir Ihnen beiden mal eine ganz indiskrete Frage stellen dürften: Welches sind Ihre Lieblingsgeschwister?“

Konstantin: „Das ist leicht. Das in der Tat Katharina. Anastasia ist intrigant und snobistisch, und Nikolaus, na ja, ich teile wenige seiner Ansichten. Beide blicken zudem auf meine Frau herab. Und Alexander, nun …er ist … einfach Alexander. Er kann wohl nicht anders.“

Katharina (räuspert sich): „Also, bei mir wäre es … Alexander. … Schau mich nicht so überrascht an. Du warst doch nie für mich da.“

Konstantin: „Alex etwa?“

Katharina: „Allerdings. Ohne ihn hätte ich es nicht geschafft …. Nun, geflohen bin ich alleine. Aber er hat den Kontakt zu Julius aufrechterhalten, als es sehr schwierig war. Er hat sich gegen Mama und Papa gestellt.“

Konstantin: „Reden wir hier über unseren Bruder Alexander?“

Katharina (nickend): „Und er hat mir immer den Rücken gestärkt.“

Konstantin: „Alex. Unser Alex? … Echt jetzt? Was hat er dafür verlangt?“

Katharina (kleinklaut): „Ich soll ihm das Musikstudium finanzieren.“

Konstantin (klopft sich auf die Schenkel): „Ha! Genau so hab ich ihn eingeschätzt.“

Katharina: „Du warst ja schließlich nicht da. Und wenn, wer weiß, ob du dich für mich eingesetzt hättest.“

Konstantin: „Natürlich!“

Katharina: „Nikolaus hat nur seinen eigenen Vorteil gesehen. Und du, wenn die Heirat mit Ludwig von Preußen deine Schulden vom Gutshof aufgelöst hätten, wer weiß, auf welche Seite du dich geschlagen hättest.“

Konstantin: „Na ja. Auf … ähm … auf deine natürlich.“

Katharina: „Klingt jetzt nicht ganz so überzeugend.“

Konstantin: „Ich muss schließlich das Wohl des Gutes in den Vordergrund stellen.“

Katharina: „Das meine ich. Du hättest mich im Stich gelassen.“

Konstantin: „Das kannst du doch gar nicht wissen.“

Ähm … Wenn wir vielleicht noch mal dazwischen was fragen dürften …

Konstantin: „Du kannst doch nicht einfach behaupten, ich hätte dich im Stich gelassen.“

Katharina (erbost): „Wusstest du Bescheid? Wusstest du, was Ludwig von Preußen mit Hedwig gemacht hat?“

Konstantin: „Was er … gemacht hat? Soll das etwas heißen, dass er … Oh je, Die Arme.“

Katharina: „Dann wusstest du also nichts?“

Konstantin: „Nein!! Natürlich nicht. Woher weißt du es denn?“

Katharina: „Albert Sonntag hat es mir gesteckt.“

– Stille zwischen den beiden. –

Ich klinke mich hier mal ein. Albert Sonntag, ein Mann mit vielen Geheimnissen. Wie finden Sie ihn? Mögen Sie ihn?

Konstantin: „Er ist ein guter Mann. Gescheit, schnell von Begriff. Aber viele Geheimnisse – wäre mir noch nicht aufgefallen.“

Katharina: „Gutaussehend.“

Konstantin: „Ach ja? Das ist mir wohl auch entgangen.“

Katharina: (rollt mit den Augen): „Nett und äußerst gutaussehend, aber nicht von sich eingenommen. Er war immer sehr anständig zu mir.“

Konstantin: „Du findest ihn attraktiv?“

Katharina: „Ähm … ich…“

 „Also … Vielleicht springen wir zu einem anderen Thema. Pädagogische Erziehungsmaßnahmen sind bei Ihnen ja noch nicht ganz so bekannt. Ihre Erziehung baut auf Rohrstock und Schläge. Die Reformpädagogik steckt ja gerade erst in den Anfängen. Was hätten Sie sich gewünscht, was Ihre Eltern hätten anders machen sollen?

Konstantin: „Papa hätte sich schon immer viel mehr für das Gut interessieren sollen. Wir stecken in den größten Schwierigkeiten, und das nur wegen seiner Ignoranz.“

Katharina: „Wenn ich ehrlich sein darf: Ich hätte gerne einfach eine andere Mutter gehabt.“

Was werden Sie bei Ihren Kindern anders machen? Jetzt, wo Sie gerade beide mit der Familienplanung beschäftigt sind.

Konstantin: „Papa hat uns wirklich geliebt. Man kann viel über ihn sagen, aber das hat er: Er hat uns geliebt. Er hat sogar mit uns gespielt, als wir klein waren. Das machen Grafen eigentlich nicht. Da gibt es eine Stunde Besuchszeit, und das Kindermädchen bringt die Kinder in den Salon, wo sie sich artig betragen müssen.“

Katharina: „Ich erinnere mich, einmal, da war ich krank und lag im Bett. Er hat mir einen ganzen Nachmittag lang vorgelesen. Er war ein schwacher Mensch, aber er war ein guter Vater. Meistens wenigstens.“

Dann werden Sie sich mehr mit Ihren Kindern beschäftigen?

Katharina: „Du hast ja Rebecca. Die kennt sich in Pädagogik ja gut aus. Ich, ich weiß nicht, was ich anders machen werde. Ich muss mich ja selbst erst noch so richtig in dieser neuen Welt zurechtfinden.“

Konstantin: „Du hast mir noch überhaupt nicht viel erzählt. Was hast du all die Monate in Berlin gemacht? Alex hat nur sehr ominöses Zeug erzählt. Vom Wedding und einem Armenarzt.“

Katharina: „So war es.“

Konstantin: „Ich hab gedacht, er würde mich auf den Arm nehmen. … Das … das muss ja sehr schwer gewesen sein.“

Katharina: „Ja, war es.“

Konstantin: „Ich hätte … es dir gar nicht zugetraut.“

Katharina: „Hättest du mir das vorher gesagt, hätte ich es mir auch nicht zugetraut. Aber in der Situation, … es blieb mir ja keine Wahl.“

Gutes Thema. Wir schließen uns da mal an. Was genau ist dort passiert, in den Monaten in Berlin? Wir dachten alle, Sie würden zu Julius Urban gehen.

Katharina: „Das habe ich auch getan. Aber er war verschwunden. Und sein Vater hat mich vor die Tür gesetzt.“

Konstantin: „Vor die Tür gesetzt? Aber man setzt doch ein junges Fräulein nicht einfach vor die Tür. Noch zumal in den Tagen der Revolution.“

Katharina: „Es ist dann ja doch alles noch gut gegangen. Ich habe viel gelernt, über die Welt, über die Menschen, über mich.“

Konstantin: „Du bist wirklich sehr schnell erwachsen geworden.“

Katharina: „Wir haben uns ja auch lange nicht gesehen. Wir haben uns viel zu erzählen.“

„Das glaube ich auch. So hat das keinen Zweck. Vielleicht sollten wir das Interview erst einmal vertagen. Das gibt Ihnen die Gelegenheit, erst einmal vieles zu klären.“

Katharina: „Ja, scheint so. (Steht auf und verlässt mit ihrem Bruder zusammen den Platz.) Sag mal, Konstantin, hast du schon mit Mama darüber gesprochen, wann ihre Brüder nun hier angekommen? Und kommen sie direkt zu Anastasia, oder erwartet ihr sie auf Greifenau?“

Konstantin: „Ich dachte, du könntest dich erstmal um Onkel Stanis und Onkel Pavel kümmern. Du kannst es dir doch jetzt leisten.“

– Die beiden entfernen sich. Das Gespräch wird immer leiser. –

Katharina: „Ich?! Dann hab ich Mama auf dem Hals. Nein, das kannst du mir nicht antun.“

Konstantin: „Ich hab mich lang genug um sie gekümmert. Du weißt ja nicht, wie sie war, nachdem Papa … (man hört nichts mehr.)


Ich hoffe, das Interview hat euch ein wenig neugierig auf die Trilogie gemacht.

Nun haben wir noch ein Gewinnspiel für euch. Die liebe Hanna stellt einmal die komplette Gut-Greifenau-Trilogie für einen Gewinner zur Verfügung:

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, erzählt mir gerne hier oder auf Facebook unter dem Gewinnspiel-Beitrag in einem Kommentar, warum ihr die Trilogie gerne lesen möchtet.

Wer auf beiden Seiten kommentiert, erhält zwei Lose.
Das Teilen des Gewinnspiels ist natürlich keine Voraussetzung für die Teilnahme am Gewinnspiel, ihr bekommt dadurch allerdings noch ein Extra-Los.

Teilnahmebedingungen:
– Das Gewinnspiel läuft bis zum 16.03.2019 um 23.59 Uhr.
– Der Gewinner wird innerhalb von 3 Tagen auf dem Blog und auf Facebook bekannt gegeben.
– Meldet sich der Gewinner nicht innerhalb von 3 Tagen nach Verkündigung, wird neu ausgelost.
– Gewinnspielteilnahme ab 18 oder mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten.
– Facebook hat nichts mit dem Gewinnspiel zu tun.
– Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass im Gewinnfall der Name veröffentlicht wird.
– Die erhobenen Daten der Gewinner (Name, Adresse, E-Mail-Adresse) werden nur an die Autorin zur Übermittlung des Gewinns weitergegeben und nach Versand des Gewinnes unverzüglich gelöscht.
– Versand nur innerhalb Deutschlands.
– Es besteht keine Haftung für den Verlust auf dem Postweg.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.


©
Cover: Knaur

 

18 Gedanken zu „[Protagonisteninterview inklusive Gewinnspiel] mit Katharina und Konstantin aus der Gut-Greifenau-Saga von Hanna Caspian

  1. Hallo und guten Tag,

    Danke erst einmal für das geführte Interview mit Katharina und Konstantin aus der Adelsfamilie.

    Ich finde, die entsprechende Zeitepoche sehr interessant und spannend….gerade mal 100 Jahre von unserer entfernt..eigentlich sehr fern, aber auch irgendwie nah….so kommt es mir zumindest vor….
    …eine Zeit im Wandel, was Frauen und auch die Gesellschaft anging.

    Kein, verstaubtes Mittelalter sondern neuere Zeitgeschichte genauso sowas möchte ich gerne mal lesen

    …..habe früher auch gerne “Das Haus am Eaton Place” geschaut…

    LG..Karin…

  2. Die Covers sind wunderschön und die Bücher stehen noch auf meiner Must read Liste weil ich sie total interessant finde
    Danke für die schöne Verlosung

  3. Ich kenne die Reihe noch nicht aber ich lese gerne Familien-Sagen und deswegen würde ich mich über die Trilogie riesig freuen.

    Auf FB geteilt

  4. Ich mag Fortsetzungsromane sehr, da lernt man so viele interessante Persönlichkeiten kennen und kann ihr Leben oder mehrere Generationen verfolgen.

  5. Hallo, eine Saga ist doch immer etwas Schönes 🙂
    Ich bin sehr gespannt und bei drei Büchern reicht der Lesestoff auch für einen Monat…
    LG Kathi

  6. Hallo,
    was für ein interessantes Interview! So lernt man die handelnden Personen schon kennen, auch wenn man noch keines der Bücher gelesen hat.

    Ich habe schon auf verschiedenen Blogs nur gute Rezensionen über diese Trilogie gelesen und da ich selbst immer wieder gerne historische Romane lese, gerade wenn sie zur Zeit des Ersten oder Zweiten Weltkrieges handeln, steht diese Buch reihe auf meiner Wunschliste.

    Gerne probiere ich deshalb hier mein Glück!

    Viele Grüße und einen schönen Sonntag
    Lena

  7. Ich lese die Interviews immer sehr gerne. Auch dieses Mal wieder sehr gelungen 🙂 Und mich hat das Interview tatsächlich sehr neugierig gemacht. Ich kenne bisher keines der Bücher aus der Trilogie, möchte sie aber nun sehr gerne kennenlernen.

  8. ich liebe so spannende Familiengeschichten mit historischem Hintergrund, gerade aus der Zeit der Weltkriege!! die Autorin kenne ich noch nicht.
    LG Biggy

  9. Das Interview hört sich interessant an – und ich würde mich freuen wenn eine spannende Geschichte nicht schon nach einem Buch endet sondern man noch länger ein Lesevergnügen hat!

  10. Hallo ihr Lieben,
    ich habe diese Reihe schon eine Weile auf dem Schirm, da ich historische Familiensagen sehr gern lese. Das Cover ist ansprechend, ebenso die Klappentexte. Allerdings hat mich das Interview umgehauen. Wirklich toll und sehr sympathisch. Musste ab und an schmunzeln 🙂

    Liebe Grüße
    Martina

  11. Ich habe immer schon ein Faible für diese Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts. Drum würde ich die Trilogie gerne lesen und quasi nebenbei vielleicht noch ein bissel mehr über die geschichtlichen Hintergründe erfahren.

  12. Ich liebe Familiensaga und ganz besonders in dieser Zeit. Sehr interessant die politische Entwicklung und den Wandel der Adligen zu verfolgen. Mehr von solchen Romanen wäre noch toller

  13. ein interessantes Interview.
    Lese gern historische Romane, besonders gern Kombinationen aus erfundenen Familienchroniken mit authentischen historischen Hintergundgeschichten.
    Hochinteressant. Nicht immer nur Aktion und Effekte.
    Weiter so

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