[Rezension] Das Fundament der Ewigkeit (Brettspiel zum Buch) von Ken Follett

[Rezension] Das Fundament der Ewigkeit (Brettspiel zum Buch) von Ken Follett

Titel: Das Fundament der Ewigkeit (Brettspiel zum Buch)
Autor: Ken Follett
Herausgeber: Kosmos
Preis: 39,99€ 
Spielerzahl: 2-4 | ab 12 Jahren

[Produktbeschreibung] 
Europa zur Regierungszeit von Elisabeth I. Die mächtigen Länder England,
Frankreich, Spanien und die Niederlande stecken mitten in den
aufkommenden Konflikten zwischen den verschiedenen Konfessionen.
Katholiken und Protestanten streiten gleichermaßen um Macht und Einfluss
in den Ländern. Mittendrin in dieser politisch instabilen Lage agieren
die Spieler als Angehörige einflussreicher Familien. Wer in allen vier
Ländern seinen Einfluss stärken will, muss zuverlässige Verbindungen zu
wichtigen Personen der Gesellschaft knüpfen. Ständig kommt es zur
Machtprobe in den Ländern und nicht selten werden diejenigen, die dann
mit der unterlegenen Konfession sympathisieren, aus dem Land vertrieben.
Wer nutzt die wechselnden Machtverhältnisse in Europa am besten für
sich aus?


„Das Fundament der Ewigkeit“, das Spiel zum Buch von Ken Follett, ist ein gutes
Brettspiel, das viel Spaß macht, wenn man erst einmal den Dreh raus hat. Zunächst
sollte man sich aber sehr intensiv mit den Regeln beschäftigen.

Anleitung:
Die Spielanleitung ist 12 Seiten lang und davon war ich im ersten Moment recht
erschlagen. Die Regeln sind schon sehr aufwendig und vielfältig. Nach
einmaligem Lesen habe ich bei Weitem noch nicht alles behalten. Es ist sehr
komplex und am besten schaut man es sich mehrfach an. Alle Mitspieler sollten
vor dem Spielen sehr gut mit den Regeln und den einzelnen Symbolen auf den
Personenkarten und dem Spielbrett vertraut sein. Das kostet wirklich viel Zeit,
aber der Aufwand lohnt sich. Wer aber nicht bereit ist, sich vorher längere
Zeit mit den Regeln und den einzelnen Symbolen zu beschäftigen und eher nicht auf
so komplexe Spiele steht, für den ist dieses Spiel wohl nichts.

Material:
Von dem Spielbrett und dem Material bin ich total begeistert. Es ist sehr
aufwendig und hochwertig gestaltet. Die vielen Täfelchen und Figuren machen das
Spiel sehr komplex und vielfältig. Einziger Kritikpunkt hierbei: Wenn man nicht
gerade sehr helles Licht hat, dann lassen sich die lilanen und braunen Würfel
schlecht voneinander unterscheiden.

 

Aufwand:
Bevor man mit dem tatsächlichen Spiel beginnt, muss man erst noch einiges
aufbauen. Das Spielbrett mit den Personenkarten, Waren- sowie Schutztäfelchen und
auch die Konfessionssteine sowie die Würfel sollten bereit liegen. Auch der
Aufbau ist also wie schon die Regeln mit ein wenig Aufwand verbunden. Wenn man
das Spiel aber schon einige Male gespielt hat, dann geht das immer schneller.

Spielerlebnis:
Beim ersten Spielversuch haben wir zu dritt gespielt und schon recht schnell
aufgegeben, da wir mit den Regeln noch nicht perfekt vertraut waren und man so
viel vergessen kann zu Anfang. Nebenbei in das Regelheft zu schauen, ist bei 12
Seiten auch immer recht aufwendig.
Wenn man diese aber verinnerlicht hat und öfters gespielt hat, dann ist das
alles überhaupt kein Problem mehr. Denn wenn es einmal im Kopf ist, bleibt es
da und man kann sich auf den Spielgenuss konzentrieren.

Das Schöne an dem Spiel ist, dass man unabhängig von der Konfession, die man in
diesem Spiel hat, gar nicht voraussagen kann, wie es verläuft und wer besser
stehen mag. Man muss an die passenden Personenkarten kommen, die für einen
nützlich sind und auch bei den Aktionsfeldern schauen, was für einen sinnvoll
ist. Also sollte man sich gut überlegen, welche Aktionen für einen hilfreich
sind. Und auch wenn ein Spieler schon weit auf dem Spielfeld fortgeschritten
scheint, kann sich am Ende noch alles wenden, da dann noch einige Punkte
zusammen gezählt werden (Handelshäuser, Schutzplatten, Schriftrollen und
unverkaufte Waren), sodass der erste noch überholt werden kann.

Es ist also auf jeden Fall abwechslungsreich und macht von Mal zu Mal mehr Spaß
und wird nicht langweilig, da es wirklich jedes Mal ganz anders kommen kann.

Spieldauer:
Die Spieldauer kann sehr variieren. Bei zwei Spielern wird man meist schneller
fertig und benötigt knapp eine Stunde. Bei 3 oder 4 Spielern kann es aber auch
mal deutlich länger als 90 Minuten dauern. Je vertrauter man mit dem Spiel ist,
desto schneller geht es.


„Das Fundament der Ewigkeit“ ist ein gutes Brettspiel, das zwar komplex ist und
bei dem man ein großes Regelwerk beachten muss; wenn man aber mit dem Spiel
vertraut ist, bringt es abwechslungsreichen Spielspaß und man beginnt
strategisch zu denken.
Wer nicht so gerne aufwendige Spiele oder komplexe Regeln mag, dem würde ich
das Spiel nicht empfehlen. Wer aber Spaß an komplexeren Spielen hat, bei denen
man auch mal nachdenken muss, was strategisch am besten ist, der ist hier
bestens aufgehoben. 

Daher gibt es:

Ein Gedanke zu „[Rezension] Das Fundament der Ewigkeit (Brettspiel zum Buch) von Ken Follett

  1. Wir haben das Brettspiel zu "Die Säulen der Erde" daheim, das ist vom Ablauf her sehr ähnlich. Früher haben wir es recht gern gespielt, doch so komplex es zum Beginn auch ist, mit der Zeit wird's rasch langweilig (ich gewinne immer :P).

    Liebe Grüße,
    Nicole

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