[Rezension] Der Geschmack der Tollkirsche von Beate Sauer

[Rezension] Der Geschmack der Tollkirsche von Beate Sauer

Titel: Der Geschmack der Tollkirsche | Autor: Beate Sauer
Verlag: grafit
Preis: Hardcover 17,90€ | Seitenzahl: 477
[Klappentext]
95 n. Chr. im römisch besetzten Germanien: Die junge Witwe Arria steht kurz davor, ein neues Leben zu beginnen: Ein letztes Mal kocht sie im Dienste eines fremden Herrn, dann will sie ihre eigene Taberna eröffnen. Aber ehe das Fest, das der Militärtribun Claudius anlässlich seiner Amtseinführung ausrichtet, zu Ende ist, zerplatzen alle Träume der Köchin. Cassius, ein Gast, stirbt an Gift und sie gerät in Verdacht. Durch die Hilfe von unbekannter Hand kann Arria fliehen. Ihr wird klar, dass sie nur eine Chance hat: Sie muss den wahren Mörder finden.

“Der Geschmack der Tollkirsche” von Beate Sauer ist ein guter und spannender historischer Kriminalroman.

Bevor es überhaupt mit der Geschichte beginnt, ist ein etwas mehr als zwei Seiten langes Personenverzeichnis in dem Buch. Dieses gibt Aufschluss über die Hauptpersonen sowie auch weitere Personen, die nach verschiedenen Kategorien weiter untergliedert sind.
Da merkt man schon, dass man es hier mit einer beträchtlichen Anzahl an Personen zu tun bekommt.

Die Geschichte selbst ist nicht eindeutig in nummerierte Kapitel untergliedert, sondern es gibt sehr große Abschnitte, die jeweils mit einer Initiale eingeleitet werden. Diese Abschnitte selbst sind dann nur durch kleinere Sternchen oder Absätze unterteilt.

Die Ereignisse werden überwiegend in dritter Person aus Sicht von der Protagonistin Arria geschildert. Des Weiteren gibt es aber auch Abschnitte, die auch aus der Sicht anderer Person miterlebt werden. Dies ist zum Beispiel Valerian, ein Zenturio, der den Auftrag bekommt, Arria zu stellen.
Somit erlebt man die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, bekommt auch die Ereignisse an den unterschiedlichen Schauplätzen mit und weiß dadurch mehr als Arria selbst, was sicherlich recht spannend ist.

Für meinen Geschmack waren allerdings zu viele Personen mit im Spiel. Wäre am Anfang des Buches nicht das Personenverzeichnis, hätte ich vermutlich gar nicht mehr durchgeblickt, wer hier eigentlich wer ist und was diese Person überhaupt mit all dem zu tun hat. Aber auch mit dem Verzeichnis musste man sich teilweise ziemlich konzentrieren und das, obwohl ich als Studentin der klassischen Philologie solche Namen definitiv gewohnt bin.

Der Kriminalroman war auf jeden Fall spannend und ich habe auch ein wenig mit den Protagonisten mitgefiebert, wie das alles wohl ausgehen mag. Allerdings hat mir das gewisse Etwas gefehlt.

Am Ende befindet sich nach einem dreiseitigen Nachwort noch ein elfseitiges Glossar, in dem Begriffe aus dem Buch erläutert werden. Dies sind unter anderem lateinische Städtenamen, bei denen dann der heutige Städtename ergänzt ist.

“Der Geschmack der Tollkirsche” von Beate Sauer ist auf jeden Fall ein guter historischer Kriminalroman, der einen miträtseln lässt und spannend ist. Für mich persönlich gab es aber eindeutig zu viele Personen und das gewisse Etwas hat gefehlt. 
Daher gibt es:

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