[Rezension] Die Flammen von Enyador von Mira Valentin

[Rezension] Die Flammen von Enyador von Mira Valentin

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Titel: Die Flammen von Enyador
Autor: Mira Valentin
Verlag: Books on Demand
Preis: E-Book 3,99€/ Taschenbuch 12,99€
Seitenzahl: 388
Weitere Informationen bei Amazon

[Klappentext]
Ein Mann.
Ein Feind.
Eine uralte Frage.

***

Tristan hat sich verändert. Aus dem Waisenjungen von früher ist ein unerbittlicher Krieger geworden, der an der Last auf seinen Schultern zu scheitern droht. Doch ein verlockendes Angebot des Hexenmeisters Beltain verspricht ihm Erlösung. Zur selben Zeit erhebt sich im Norden eine dunkle Macht, die ganz Enyador bedroht. Nun liegt das Schicksal des Landes ein weiteres Mal in der Hand eines Prinzen von Dornstrang … und er allein bestimmt über Krieg oder Frieden.


“Die Flammen von Enyador” von Mira Valentin ist eine unfassbar gute Fortsetzung der Enyador-Saga. Band 1 hat mich damals schon von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und war absolut atemberaubend. Band 2 stand dem in Nichts nach und hat das Ganze sogar noch übertroffen. Und auch wenn man denkt, besser geht es nicht mehr – dann kommt der dritte Band daher: Es ist noch spannender, noch düsterer, noch faszinierender – es ist einfach nur magisch!

Das Cover, das von Alexander Kopainski entworfen wurde, passt sehr gut zu den ersten beiden Bänden und hat somit einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Diesmal zeigt es im Mittelpunkt ein Wesen, das die Arme ausgebreitet hat und von dem ein Feuerstrahl ausgeht, der sich zu einer Feuerbrunst ausbreitet. Darüber schaut einem aus dem Dunkeln heraus ein düsteres Gesicht mit einem dämonischen Grinsen, feurigen Augen und fleckigen Zähnen entgegen. Alles ist umgeben von züngelnden Flammen. Der Name des Buches ist hier also Programm: Die Flammen von Enyador. Das ist sehr gut gelungen und passt perfekt zum Buch.

Der Schreibstil ist wie schon in den ersten beiden Bänden wieder unglaublich flüssig und sehr angenehm zu lesen und die Geschichte ist so spannend, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Seiten flogen nur so dahin.

Nach der Karte von Enyador am Anfang und einem Personenverzeichnis, geht es mit der Geschichte los. Das erste Kapitel spielt 21 Jahre zuvor und gibt völlig neue Einblicke in die Geschehnisse.
Im Folgenden richten die Kapitel ihr Augenmerk jeweils auf einen der folgenden Protagonisten: Tristan, Kay, Saphira, Agnes, Istariel, Thul, Marron und Isora. Endlich gibt es nun also auch ein Kapitel aus Saphiras Sicht. Das habe ich mir die ganze Zeit so sehr gewünscht und es war beeindruckend auch mal Saphiras Sicht der Dinge und ihre innersten Gedanken und Gefühle besser kennenzulernen.
In diesem Band kamen auch wieder neue Figuren, die sehr gut in die Entwicklungen rund um Enyador eingebaut wurden und die Enyador-Saga perfekt ergänzen.
In verschiedenen Handlungssträngen, jeweils mit einem dieser Charaktere in der dritten Person, erlebt man die Geschichte und bekommt so mit, was an den verschiedenen Orten alles gerade passiert. Das macht es besonders aufregend, da man natürlich mehr weiß als die einzelnen Protagonisten selbst.
Diese sind wieder so gut dargestellt, dass man sie sich nicht nur äußerlich, sondern auch charakterlich sehr gut vorstellen kann. Sie sind auch so unterschiedlich, dass sicherlich jeder Leser einen Charakter finden kann, mit dem er besonders sympathisiert.
Sehr überraschend fand ich auch, dass hier nichts sicher ist. Der eine Protagonist kann im ersten Band noch der Liebling gewesen und der andere gehasst worden sein, im zweiten Band kann das alles schon wieder ganz anders aussehen. Und im dritten Band kann es sich erneut wieder ändern. Alle machen große Entwicklungen durch und werden auch nicht verschont.
Des Öfteren dachte ich hier wirklich: NEIN, das kann jetzt nicht wahr sein! Das macht die Autorin jetzt nicht ernsthaft! Nichts ist sicher, nichts ist vorhersehbar, niemand bleibt absolut verschont. Es bleibt erbarmungslos spannend. Und gerade in diesem Band sollte man eines bereithalten: Taschentücher. Denn die braucht man definitiv.

Auch die Welt von Enyador, die hier geschildert wird, ist mit Worten wieder so gut ausgemalt, dass man alles ganz genau vor Augen hat und richtig in diese fantastische Welt abtauchen kann. Man lernt die einzelnen Schauplätze wie das Elbenschloss oder den Schattenwald noch besser kennen als zuvor. Und auch einige neue Schauplätze kommen nun hinzu, unter anderem die Burg von Dornstrang.

Noch hilfreicher machen dies auch die Illustrationen von Lucy-Mae Tatzel, die einzelne Szenen des Buches darstellen. Man sieht auch deutlich, dass die Illustrationen der Künstlerin sich enorm gesteigert haben im Vergleich zum ersten Band. Sie sind viel detaillierter und stellen die Stimmungen der einzelnen Situationen noch besser dar als schon im ersten Band. Das ist ein ganz besonderes Highlight, das den Lesegenuss noch weiter steigert. Anhand dieser Illustrationen merkt man auch schon direkt, dass dieser dritte Band deutlich düsterer ist als die Vorgänger.

Die Drachen in Mira Valentins Buch sind etwas ganz Besonderes, denn sie sind nicht so wie die üblichen Drachen, die man aus anderen Büchern kennt. Nein, sie sind nicht gewöhnlich, sondern Gestaltwandler, die in ihrer menschlichen Erscheinungsweise recht freizügig sind – und das nicht nur, was ihr Aussehen betrifft: Auch ihr Mundwerk ist sehr offen und frei. Das sorgt für einige witzige und erheiternde Momente in dem sonst oft kriegerischem und düsteren Umfeld. Aber gerade diese Offenheit birgt auch große Gefahr in sich.

Nach und nach verweben sich die Handlungsstränge immer mehr und die einzelnen Protagonisten finden auf ihren Wegen zum Teil zusammen oder trennen sich wieder. Ihre jeweiligen Reisen zu verfolgen, ist unheimlich spannend.
Auch das Ende lässt einen mit purer Spannung und großer Erwartung auf den vierten Band zurück. Ich möchte unbedingt bald mehr von Enyador sowie diesen sympathischen Protagonisten lesen und herausfinden, welche Bündnisse getroffen werden – oder auch nicht – und wie sich die einzelnen Charaktere weiter entwickeln werden. Aber was am Ende des ditten Bandes ganz besonders in mir zurückgeblieben ist und noch sehr lange nachklingt, ist eines: Trauer.


“Die Flammen von Enyador” war für mich eine unheimlich gute und vor allem spannende Fortsetzung, die mich richtig neugierig auf den nächsten Band gemacht hat und mich vom Anfang bis zum Ende begeistern konnte. Ich bin immer noch total überrascht, wie sehr mich diese Reihe fesseln konnte, da ich normalerweise nicht unbedingt die “klassische Drachengeschichten-Leserin” bin. Doch die Vielfalt und die Besonderheit der Drachen haben mich absolut überzeugen können. Seit der Enyador-Saga bin ich absolut hingerissen von dieser Welt.
Für mich war es ein faszinierendes Highlight!

Daher gibt es ganz klare:


©
Cover: Mira Valentin
Rezensionsüberschriften und Bewertung: Pixabay/Photoshop//Temel

Ein Gedanke zu „[Rezension] Die Flammen von Enyador von Mira Valentin

  1. Hey Katha,
    ich hab die Rezension jetzt nicht gelesen, um mich selbst nicht zu spoilern, aber sie hat mich daran erinnert, dass ich mir auch ganz bald den dritten Band besorgen muss 🙂 Ich will auch unbedingt wissen, wie es weitergeht. Wenn ich es gelesen habe, lese ich deine Rezension 😉
    Lg Dana

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