[Rezension] Die Wächter von Enyador von Mira Valentin

[Rezension] Die Wächter von Enyador von Mira Valentin

Titel: Die Wächter von Enyador | Autor: Mira Valentin
Verlag: Books on Demand
Preis: E-Book 3,99€ / Taschenbuch: 12,99€ | Seitenanzahl: 406
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[Klappentext]
Vier Wächter.
Vier Völker.
Eine zerstörerische Liebe.

***

Die Prophezeiung hat sich offenbart und die Wächter sind auf dem besten Weg, Enyador zu einen. Doch Tristans Liebe zu der Elbenprinzessin Isora steht dem Frieden im Wege. Nicht nur die zerbrechlichen Bündnisse der vier Völker drohen daran zugrunde zu gehen, sondern auch die Einheit der Menschen untereinander. So stehen Tür und Tor offen für Verrat aus den eigenen Reihen – und die Schicksalsgöttin spinnt ihre dunkelsten Fäden.

“Die Wächter von Enyador” von Mira Valentin ist eine unfassbar gute Fortsetzung der Enyador-Saga. Band 1 hat mich damals schon von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und war absolut atemberaubend. Band 2 kann damit nicht nur locker mithalten, sondern übertrifft das Ganze sogar noch. Es ist noch spannender, noch düsterer, noch faszinierender – es ist einfach nur magisch!

Das Cover, das von Alexander Kopainski entworfen wurde, passt sehr gut zum ersten Band und hat somit einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Diesmal zeigt es im Mittelpunkt ein Schwert vor einem Vollmond, welches das Elbenschwert darstellen soll. Das Schwert und auch die blauen Farben des Covers wirken sehr edel, was gut zum Volk der Elben passt. Zudem sind zwei Drachen und vermutlich ein Dämon zwischen ihnen zu sehen. Somit wären drei der vier Völker Enyadors abgedeckt. Das Cover vermittelt etwas Magisches und Geheimnisvolles, was auch perfekt zum Buch passt.

Der Schreibstil ist wie schon im ersten Band wieder unglaublich flüssig und sehr angenehm zu lesen und die Geschichte ist so spannend, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Seiten flogen nur so dahin.

Nach einem Prolog, der 17 Jahre zuvor stattfindet, richten die Kapitel ihr Augenmerk jeweils auf einen der folgenden Protagonisten: Tristan, Kay, Agnes, Istariel, Thul, Marron und Isora.
In verschiedenen Handlungssträngen, jeweils mit einem dieser Charaktere in der dritten Person, erlebt man die Geschichte und bekommt so mit, was an den verschiedenen Orten alles gerade passiert. Das macht es besonders aufregend, da man natürlich mehr weiß als die einzelnen Protagonisten selbst.
Diese sind wieder so gut dargestellt, dass man sie sich nicht nur äußerlich, sondern auch charakterlich sehr gut vorstellen kann. Sie sind auch so unterschiedlich, dass sicherlich jeder Leser einen Charakter finden kann, mit dem er besonders sympathisiert.
Sehr überraschend fand ich auch, dass hier nichts sicher ist. Der eine Protagonist kann im ersten Band noch der Liebling gewesen und der andere gehasst worden sein, im zweiten Band kann das alles schon wieder ganz anders aussehen. Alle machen große Entwicklungen durch und werden auch nicht verschont.
Des Öfteren dachte ich hier wirklich: NEIN, das kann jetzt nicht wahr sein! Das macht die Autorin jetzt nicht ernsthaft! Nichts ist sicher, nichts ist vorhersehbar, niemand bleibt absolut verschont. Es bleibt erbarmungslos spannend.

Auch die Welt von Enyador, die hier geschildert wird, ist mit Worten wieder so gut ausgemalt, dass man alles ganz genau vor Augen hat und richtig in diese fantastische Welt abtauchen kann. Man lernt die einzelnen Schauplätze wie das Elbenschloss oder den Schattenwald noch besser kennen als zuvor.
Noch hilfreicher machen dies auch die Illustrationen von Lucy-Mae Tatzel, die einzelne Szenen des Buches darstellen. Man sieht auch deutlich, dass die Illustrationen der Künstlerin sich enorm gesteigert haben im Vergleich zum ersten Band. Sie sind viel detaillierter und stellen die Stimmungen der einzelnen Situationen noch besser dar als schon im ersten Band. Das ist ein ganz besonderes Highlight, das den Lesegenuss noch weiter steigert.

Die Drachen in Mira Valentins Buch sind etwas ganz Besonderes, denn sie sind nicht so wie die üblichen Drachen, die man aus anderen Büchern kennt. Nein, sie sind nicht gewöhnlich, sondern Gestaltwandler, die in ihrer menschlichen Erscheinungsweise recht freizügig sind – und das nicht nur, was ihr Aussehen betrifft: Auch ihr Mundwerk ist sehr offen und frei. Das sorgt für einige witzige und erheiternde Momente in dem sonst oft kriegerischem und düsteren Umfeld.

Nach und nach verweben sich die Handlungsstränge immer mehr und die einzelnen Protagonisten finden auf ihren Wegen zum Teil zusammen oder trennen sich wieder. Ihre jeweiligen Reisen zu verfolgen, ist unheimlich spannend.
Auch das Ende lässt einen mit purer Spannung und großer Erwartung auf den dritten Band zurück. Ich möchte unbedingt bald mehr von Enyador sowie diesen sympathischen Protagonisten lesen und herausfinden, welche Bündnisse getroffen werden – oder auch nicht – und wie sich die einzelnen Charaktere weiter entwickeln werden. 

“Die Wächter von Enyador” war für mich eine unheimlich gute und vor allem spannende Fortsetzung, die mich richtig neugierig auf den nächsten Band gemacht hat und mich vom Anfang bis zum Ende begeistern konnte. Ich bin immer noch total überrascht, wie sehr mich diese Reihe fesseln konnte, da ich normalerweise nicht unbedingt die “klassische Drachengeschichten-Leserin” bin. Doch die Vielfalt und die Besonderheit der Drachen haben mich absolut überzeugen können. Seit der Enyador-Saga bin ich absolut hingerissen von dieser Welt.
Für mich war es ein faszinierendes Highlight!
Daher gibt es ganz klare:

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