[Rezension] Ein Herz aus Asche und Gold von Katja Ammon

[Rezension] Ein Herz aus Asche und Gold von Katja Ammon

Elin kann es nicht fassen! Ohne große Anstrengung ergattert sie ihren
Traumjob in einem der weltweit größten Pharmaunternehmen. Nicht nur,
dass sie in die Fußstapfen ihres verstorbenen Vaters tritt, nein, mit
der Forschung kann sie möglicherweise ihrem schwerkranken Bruder helfen.
Allerdings ist es nicht einfach, sich auf die Arbeit zu konzentrieren,
seit sie dort Esra begegnet ist. Er sieht umwerfend aus und ist
unglaublich charmant, aber irgendetwas scheint er vor ihr zu verbergen.
Und jeder Schritt in seine Richtung treibt Elin mehr in die
faszinierende sowie gefährliche Welt einer längst vergessenen Legende.
Bis sie sich entscheiden muss: Wen soll sie retten – ihren Bruder oder
ihre große Liebe?
Seitenzahl: 336 Seiten
Verlag: Planet!
Originalsprache: Deutsch

Über dieses Buch habe ich nur gutes gehört gehabt und der
Klappentext klang sehr interessant. Auch das Cover finde ich sehr stimmig und
optisch einen Hingucker. Die Umsetzung der Geschichte dagegen war etwas ganz
anderes als ich erwartet hatte und konnte mich nicht so ganz überzeugen.
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es in dem Buch um Alchemie
und Basilisken handelt. Der gesamte Anfang zieht sich wie Kaugummi und man
versteht absolut nur Bahnhof. Man merkt, dass sich die Autorin mit dem Thema beschäftigt
hat, doch das Thema ist mir zu trocken verpackt. Der Funken wollte einfach
nicht überspringen. Darüber hinaus kam für mich einfach keine Spannung auf,
sodass sich das Buch wie Kaugummi gezogen hat.
Am unlogischsten fand ich die Liebesgeschichte zwischen Esra
und Elin. Sie sieht ihn und findet ihn seltsam, doch noch einen Tag späte liebt
sie ihn und vertraut ihm bedingungslos. Das fand ich etwas fragwürdig und hat
mich verwirrt.
Sprachlich war das Buch sehr leicht und flüssig ohne Stocken
zu lesen. Es ist ein lockerer Schreibstil, mit dem ich mich gut identifizieren
konnte. Es ist zum größten Teil aus der Sicht von Elin geschrieben, aber man
hatte ab und an immer ein paar Szenen aus der Sicht von Esra.
Elin war mir persönlich etwas zu naiv. Sie hatte mir sogar
ein paar Ecken zu viel, sodass sie irgendwie unrealistisch wirkte. Esra fand
ich zu unnahbar und mysteriös, sodass ich mir auch mit ihm sehr schwer getan
habe. Auch die Nebencharaktere waren nicht so meins, sodass ich mich ein wenig
schwer getan habe.
Alles in allem finde ich dieses Buch nur mittelmäßig. Der
Klappentext verspricht etwas ganz anderes als das Buch dann wirklich ist, doch
das ist für mich nicht das schlimme. Hätte ich vorher gewusst, dass es in dem
Buch um Alchemie geht, dann hätte ich einen großen Bogen darum gemacht. Für
mich schwächeln die Charaktere auch zu sehr und die Umsetzung der
Liebesgeschichte ist unrealistisch.
Deswegen gibt es:

2 von 5 Schmetterlingen
Ich danke dem Planet! Verlag von Thienemann-Esslinger und Netgalley für dieses Rezensionsexemplar.

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