[Rezension] Frostsplitter von Jamie Smith

[Rezension] Frostsplitter von Jamie Smith

Werbung | Rezensionsexemplar



Titel: Frostsplitter
Autor: Jamie Smith
Verlag: Chicken House
Preis: E-Book 10,99€ / Gebunden 16€
Seitenzahl: 304
Lesealter: ab 11 Jahren
Weitere Informationen beim Carlsen Verlag

[Klappentext]
Eisiger Wind, steile Berghänge und das Versprechen auf Magie. Als Sabira sich vom heiligen Gletscher ihren Frostsplitter herausbricht, der besondere Kräfte verleiht, schneidet ihr eine gewaltige Lawine den Weg zurück ab. Ganz allein in der einsamen Kälte bleibt Sabira nur der Abstieg durch den Berg. Doch der ist voller Gefahren. Um zu überleben, muss sie lernen auf die Magie des Splitters zu vertrauen – und über sich hinauswachsen.


“Frostsplitter” von Jamie Smith ist ein gelungener Debütroman, der mich mit seiner Geschichte in seinen Bann gezogen hat und mich begeistern konnte.

Das Cover des Buches passt nahezu perfekt zum Inhalt. Im Vordergrund sieht man die Silhouette eines Mädchens, das mit einem Stock bewaffnet in Richtung Gletscher blickt, der strahlend im Hintergrund hervorleuchtet. Alles wird umgeben von Weiß und einzelnen Schneeflocken, die den Leser direkt in die passende Stimmung für das Buch bringen.
Das Einzige, was ich an dem Cover auszusetzen hätte, wäre, dass die Silhouette des Mädchens eher wie die einer 10 bis 12-Jährigen wirkt, während Sabira im Buch 14 Jahre alt ist.

Die Geschichte startet mit einem Prolog, der einen direkt mitten in die Geschichte wirft. Man bekommt eine kleine Vorschau auf das, was mit Sabira passieren wird, wenn sie auf den Gletscher Aderast steigt.
Dann beginnt das erste Kapitel, das ein Jahr zuvor spielt. In diesen ersten Kapiteln hat man dann zwei Zeitsprünge von jeweils 6 Monaten, die einem einen guten Einblick in die Vorgeschichte bieten. Das ist sehr hilfreich, denn auf diese Weise lernt man nach und nach die Bräuche und Gewohnheiten des Volkes sowie Sabira und ihre Familie besser kennen. Dies ist der erste Teil des Buches.

Das Buch ist insgesamt in 6 Teile gegliedert. Die Aufmachung ist sehr übersichtlich und schön gestaltet, denn jeder neue Teil, der nochmal in mehrere Kapitel unterteilt ist, beginnt mit der Silhouette vom Cover.
Im fünften Kapitel befindet man sich dann wieder in der aktuellen Zeit und macht mit der Geschichte da weiter, wo es nach dem Prolog unterbrochen wurde.

Gemeinsam mit Sabira erlebt man den Überlebenskampf im Gletscher mit. Man fürchtet und bangt um sie. Man macht sich Gedanken zu einem Geheimnis, dem sie zufällig auf die Schliche kommt. Und schließlich wird man von der Spannung einfach nur in den Bann gezogen und kann das Buch nicht mehr aus den Händen legen.

Der Schreibstil ist so flüssig, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Das macht es einem leicht, das Buch fast in einem Rutsch durchzulesen.
Man denkt sich: nur noch ein Kapitel. Doch dann wird aus einem zwei, aus zweien drei. Und schwupps ist der nächste Teil des Buches durch.

Sabira ist ein sympathischer Protagonist, mit dem man sich gerne verbunden fühlt. Allerdings muss ich sagen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine 14-Jährige so stark und tapfer ist, so gut mit Gefahren und gewissen Situationen umgehen kann. Das ist dann doch etwas unrealistisch.
Einer 16-jährigen Protagonistin würde ich das eher abnehmen.

Die Idee mit den Frostsplittern, der Verbindung zu ihnen und all dem, was damit zusammenhängt, fand ich grandios. So etwas habe ich noch nie gelesen und es war absolut neu für mich.

Die Beschreibungen von Sabira, den Splittern, dem Gletscher und all den Schauplätzen war sehr bildhaft, sodass ich alles ganz genau vor Augen hatte. Das ist dem Autor wirklich gut gelungen.

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass ich wirklich erst sehr spät dem einen großen Geheimnis auf die Schliche gekommen bin und es somit nicht von Anfang an vorhersehbar war.


Mir hat “Frostsplitter” gut gefallen und ich kann diesen Debütroman auf alle Fälle weiterempfehlen, da er duch die neue Idee, die Spannung und die bildhaften Beschreibungen überzeugt. Das Buch ist definitiv lesenswert.

Daher gibt es von mir:

Vielen herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!


©
Cover: Carlsen
Rezensionsüberschriften und Bewertung: Pixabay/Photoshop//Temel  

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