[Rezension] Gut Greifenau. Morgenröte von Hanna Caspian

[Rezension] Gut Greifenau. Morgenröte von Hanna Caspian

Werbung | Rezensionsexemplar



Titel: Gut Greifenau. Morgenröte
Autor: Hanna Caspian
Verlag: Knaur
Preis: E-Book 9,99€ / Taschenbuch 9,99€
Seitenzahl: 576
Weitere Informationen bei Knaur

[Klappentext]
Der 3. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau von Hanna Caspian voller dramatischer Verwicklungen für alle Leser von Anne Jacobs und alle Fans von Downton-Abbey

1918 ist der Frieden mit Russland in greifbarer Nähe.
Nach einem Mordanschlag ist es fraglich, ob Konstantin das noch erleben wird. Immerhin pflegte die Dorflehrerin Rebecca ihn aufopferungsvoll. Graf Adolphis indes ist verzweifelt. Durch den Kauf von Kriegsanleihen ist das Gut hoch verschuldet.
Gräfin Feodora drängt Katharina zur Hochzeit mit dem Scheusal Ludwig, einem Neffen des Kaisers. Diese Verbindung wird zur Überlebensfrage für Gut Greifenau. Doch Katharinas Herz schlägt für den Industriellensohn Julius. Kurz vor der Hochzeit flieht sie. In Berlin gerät sie mitten in die Wirren der Novemberrevolution.
Der Krieg ist zu Ende und der Kaiser selbst geflohen.


“Gut Greifenau – Morgenröte” von Hanna Caspian ist der dritte und somit letzte Band der Gut-Greifenau-Trilogie, die in den Jahren 1913 bis 1919 spielt. Während wir uns mit den Geschehnissen des ersten Bandes noch in den Jahren 1913 und 1914 befanden, unmittelbar bevor der 1. Weltkrieg beginnt, und der zweite Band in der Zeit von 1914 bis 1917 spielte, behandelt der dritte Band die Zeit von 1917 bis 1919.

Zu Beginn des Buches befindet sich wie auch schon in den ersten beiden Bänden auf einer Doppelseite eine Karte. So kann man während des Lesens nachschauen, wo die Grafenfamilie sich befindet und was um sie herum geschieht. Es folgen eine Übersicht über die Aufteilung des Guts sowie eine Karte des Dorfes Greifenau, die dafür sorgen, dass die Geschichte sehr anschaulich wird. Bevor es schließlich mit dem dritten Teil der Familien-Saga losgeht, ist noch eine Personenübersicht vorhanden, die die einzelnen Personen in Herrschaft, Bedienstete und Sonstige unterteilt. Dies ist sehr hilfreich, da wir es in dieser Trilogie mit einer großen Anzahl von Charakteren zu tun haben, die keine kleinen Randfiguren sind, sondern richtig in die Handlung mit eingebracht werden.

Die Kapitel sowie die einzelnen Abschnitte sind immer mit einem Datum versehen. Man weiß also ganz genau, was wann und wo geschieht.
Während ich beim ersten Band anfangs noch etwas gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden und mit dem Stil warm zu werden, war ich diesmal wie auch schon beim zweiten Band von Anfang an mittendrin und die Seiten flossen nur so dahin. Diese Fortsetzung war beinahe genauso spannend, mitreißend und dramatisch wie der zweite Band. Ich war vollkommen gefesselt.
Was meinen Lesefluss allerdings leider immer wieder gestört hat, waren zahlreiche Tippfehler (im deutlich zweistelligen Bereich), die wohl beim Lektorat/Korrektorat durchgeschlüpft sind. Das ist etwas schade, denn es reißt einen immer wieder aus der Geschichte heraus. Gerade bei so einem großen Verlag hätte ich das nicht erwartet.

Besonders gut hat mir dagegen wieder gefallen, dass man die Geschehnisse mit den verschiedensten Personen miterlebt. Man bekommt nicht nur die Perspektiven von den Hauptprotagonisten Konstantin, Katharina und Alexander mit, sondern bekommt auch sehr gute Einblicke, was zeitgleich bei den Bediensteten oder bespielsweise bei der Dorflehrerin Rebecca geschieht. Das macht das Ganze sehr abwechslungsreich und man weiß als Leser deutlich mehr als die Protagonisten selbst. Dennoch bleibt es sehr spannend, sodass man miträtselt und versucht hinter die ein oder anderen Geheimnisse zu kommen. Einige Entwicklungen habe ich schon vorausgeahnt, anderes hat mich dagegen dann doch überrascht. Und da man die Personen schon aus den ersten beiden Bänden kennt, kann man sie nun noch besser einschätzen, man fühlt hier noch mehr mit und ist viel gespannter, wie es mit den einzelnen Charakteren weitergeht.

Die Beschreibungen der Personen und Schauplätze waren sehr bildreich. Ich konnte mir alles ganz genau vorstellen, hatte klare Bilder vor Augen und habe mich mitten in die Geschehnisse hineinversetzt gefühlt. Es war sehr anschaulich und hat mir gut gefallen.

Die Spannung in dem Buch blieb überwiegend erhalten und spitzte sich teilweise sehr zu. Ich war bis zum Ende gefesselt und war sehr gespannt, wie das alles ausgehen würde. Dennoch konnte mich dieser letzte Band nicht ganz so sehr mitreißen wie der zweite, der mir aus der Reihe am besten gefallen hat.


“Gut Greifenau – Morgenröte” von Hanna Caspian ist ein spannender Abschluss der Trilogie um die Grafenfamilie, die einen mit seiner Spannung bis zum Ende mitreißt. Das Buch überzeugt mit bildhaften Beschreibungen und abwechslungsreichen Perspektiven, die dem Leser einen guten Einblick in alle Geschehnisse geben.
Ich kann die Trilogie auf alle Fälle weiterempfehlen.

Daher gibt es von mir für den dritten Band diesmal:

Vielen lieben Dank an Hanna Caspian für das Rezensionsexemplar!


©
Cover: Knaur
Rezensionsüberschriften und Bewertung: Pixabay/Photoshop//Temel

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