[Rezension] Mederia – Aufziehende Dunkelheit von Sabine Schulter

[Rezension] Mederia – Aufziehende Dunkelheit von Sabine Schulter

Titel: Mederia – Aufziehende Dunkelheit | Autor: Sabine Schulter
Verlag: – / –
Preis: E-Book 4,99 € / Gebunden 14,99 € | Seitenanzahl: 388 Seiten
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 [Klappentext]
 Die Person, die das eigene Leben am meisten verändern wird, nennen die
Dämonen von Mederia Schicksal. Jeder von ihnen besitzt eines und doch
wird gerade Gray, dem Kronprinzen der Dämonen, prophezeit, dass sich um
sein Schicksal herum sogar die ganze Welt verändern wird. Die
Erinnerungen an sie werden jedoch aus Grays Gedanken gelöscht, als der
Hass zwischen dem Norden und Süden Mederias in einem allesverzehrenden
Krieg gipfelt, der sein Volk fast vollständig vernichtet. Voller Wut und
dem Willen, diesen Krieg zu beenden, stürzt sich Gray in den Kampf und
rettet eher aus Zufall der jungen Bardin Lana das Leben. Jener Frau, in
deren Händen das Schicksal Mederias liegen wird.

Obwohl der Kopf der Frau in
Flammen steht, mag ich das Cover sehr. Es ist auffällig und würde mich im Laden
sofort ansprechen. Es wirkt sehr harmonisch und zieht mich sehr in seinen Bann.
Was mich eher abschrecken würde, ist, dass es High Fantasy ist, doch davon darf
man sich nicht abschrecken lassen, weil dahinter eine zauberhafte Geschichte
steckt.
Seit längerer Zeit habe ich
das Problem, mich in erfundenen Welten nicht mehr gut zurecht zu finden. Das
liegt wahrscheinlich daran, dass es davon mittlerweile zu viele Geschichten
gibt, die alle ähnlich sind. Mederia dagegen hebt sich von dieser Masse ab.
Dieses Buch kombiniert klassische Fantasywesen wie Elfen, Drachen und Dämonen
mit erfrischenden wie Banshees, Schatten und Irrlichtern. Vor allem sind mal
nicht die Dämonen die Bösen, was genauso erfrischend ist und die Geschichte von
den anderen abhebt.
Dadurch, dass Sabine eine
Protagonistin gewählt hat, die sich nicht allzu sehr von uns Menschen
unterscheidet und in einer relativ normalen Stadt lebt, macht sie einem den
Einstieg nach Mederia sehr einfach. Man fühlt sich sofort zu Hause und mit der
Protagonistin verbunden. Gleichzeitig wirkt die Welt relativ einfach
strukturiert, obwohl sie doch sehr komplex ist. Deswegen findet man sich
intuitiv zurecht, was wiederum hilft, sich zurecht zu finden.
Neben dem leichten Einstieg,
versteckt sich aber auch eine zauberhafte Geschichte hinter dem Konstrukt. Sabine
hat es geschafft, das Kriegsthema, das sich unweigerlich durch die gesamte Geschichte
zieht, so gut einzubauen, dass es sogar mir gefallen hat. Normalerweise mache
ich einen riesen Bogen um solche Geschichte, da mich diese Brutalität nicht
fesseln kann. Auch wenn man viel Blut spritzt, so weiß man aber, dass es dazu
gehört und fühlt sich in den Moment auch nicht falsch an.
Sprachlich liebe ich Sabines
Geschichten. Sie lassen sich leicht und flüssig lesen, wobei sie einen vom
Anfang bis zu Ende fesseln. Trotz der Masse an Worte, fliegt man durch die
Seiten und inhaliert die Geschichte förmlich. Außerdem hat die Geschichte eine
Leichtigkeit, dass man sich entspannt zurückfallen lassen kann und sich auch
mit den ersten Themen gut entspannen kann. Sabine hat ein Auge für Details und
belebt damit die Geschichte. Es gibt immer wieder ruhige Szenen, genauso wie
spannende, was das Leseerlebnis, zu etwas ganz besonderem macht.
Die Charaktere der Geschichte
sind sehr vielschichtig und tiefgehend charakterisiert. Man hat hier eine
Konstellation, von der man anfangs etwas verwirrt ist, weil alle so
unterschiedlich sind. Trotzdem ergänzen sie sich perfekt und harmonieren sehr
gut zusammen. Vor allem bietet die Geschichte so für jeden etwas. Ich habe die
wichtigen Charaktere sofort in mein Herz geschlossen und freue mich jetzt
schon, wenn die Geschichte (endlich) weiter geht.
Alles in allem eine tolle
Geschichte, die sogar einen nicht High-Fantasy-Leser begeistern kann. Sie
bietet Abwechslung und eine erfrischende Geschichte, mit der man absolut nicht
gerechnet hat. Sabine verzichtet hier auf die meisten Klischees, was mir sehr
gut gefallen hat. In der Welt von Mederia findet man sich schnell und einfach
zurecht, sodass man die Geschichte sofort genießen kann. Trotz einiger
ernsteren Themen kann man sich in der Geschichte sehr gut entspannen und fühlt
sich wohl.
Absolute Leseempfehlung!
Deswegen gibt es:

5 von 5 Schmetterlingen
Ich danke Sabine Schulter für dieses Rezensionsexemplar!

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