[Rezension] Metamorphosen oder Der goldne Esel von Apuleius

[Rezension] Metamorphosen oder Der goldne Esel von Apuleius

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Titel: Metamorphosen oder Der goldne Esel
Autor: Apuleius
Übersetzer: August Rode
Herausgeber: Christian Döring
Verlag: Die Andere Bibliothek
Preis: Gebunden 42€
Seitenzahl: 420
Weitere Informationen bei Die Andere Bibliothek

[Klappentext]

“Ich will dir, lieber Leser, in diesem milesischen Märchen allerhand lustige Schwänke erzählen, welche deine Ohren auf das angenehmste kitzeln sollen …”

“Metamorphosen oder Der goldne Esel” des Apuleius, übertragen aus dem Lateinischen, ist ein Roman aus dem 2. nachchristlichen Jahrhundert, der seit 1800 Jahren die Literatur und Bildende Kunst beeinflusst.
Er erzählt die Geschichte des nach Wundern begierigen jungen Mannes Lucius, der, durch eine falsche Zaubersalbe verwandelt, nun als Esel mit Menschenverstand durch eine unglaubliche Fülle spannender und komischer Erlebnisse gewirbelt wird. Er muss erkennen, welch delikate und verwunderliche Beziehungen Menschen untereinander und selbst mit Eseln eingehen.
Mit dieser Rahmenerzählung verflochten findet sich ein Kranz selbständiger Liebes-, Gauner- und Schelmengeschichten, die das farbige Bild menschlichen Erlebens auf amüsante Weise erweitern.
Vielfach ausgedeutet, haben alle Lesarten diesem so grotesk-sprunghaften wie witzigem Buch nichts von seiner hauptsächlichen Qualität genommen: seiner feinen, klassisch-komödiantischen Ironie.


Diese Ausgabe der Metamorphosen des Apuleius ist besonders schön und hochwertig gestaltet. Das Buch befindet sich in einer goldenen Schutzhülle, die zwei “Gucklöcher” hat, durch welche man einen Blick auf das Cover werfen kann: ein Esel, der als Hinterbeine Menschenbeine hat. Die goldene Farbe zieht sich durch das ganze Buch: Überschriften sowie Seitenzahlen sind alle in Gold gehalten und auch die Illustrationen, von denen es ein paar zu Beginn mancher Kapitel gibt, sind golden.

Bevor es mit dem eigentlichen Werk losgeht, ist noch ein ausführliches Vorwort von Stefan Sternemann vorangestellt. In diesem erfährt man etwas über den römischen Autor sowie einige Informationen zu dem Übersetzer August Rode, der ein Zeitgenosse Goethes war. Das Versmaß sowie einige thematische Bereiche des Folgenden werden auch schon auf mehreren Seiten angesprochen und behandelt.

Dann geht es mit der Geschichte des Lucius los. Diese ist in elf Bücher gegliedert und zudem wurden diese noch einmal thematisch durch verschiedene Überschriften unterteilt.

Die Übersetzung von August Rode wurde hier – bis auf kleine Verbesserungen – beibehalten. Somit ist es hier die alte deutsche Rechtschreibung, der sich der Leser gegenüberfindet. Auch die Formulierungen Rodes sind zum Teil sehr ungewohnt und gewöhnungsbedürftig. Nach einiger Zeit merkt man dies aber kaum noch und man ist mitten im Geschehen.
Besonders leicht fällt dies, als es dann dazu kommt, dass Lucius verwandelt wurde und fortan als Esel unterwegs ist. Von da an ist man nur noch mitgerissen von seiner Geschichte und nimmt den Übersetzungsstil keineswegs mehr hinderlich wahr.

Da Lucius selbst dem Leser seine Erlebnisse als Esel erzählt, ist es besonders spannend und humorvoll. Immer wieder begegnet er Personen, die sich gegenseitig Geschichten erzählen und über alles offen vor ihm reden – denn als Esel sollte er eigentlich nichts mitbekommen. Dass er dennoch das menschliche Bewusstsein hat, ist natürlich niemandem von denen, die ihm über den Weg laufen, klar.

So kommt es, dass man neben Lucius’ eigener Geschichte auch viele andere erzählt bekommt, wie zum Beispiel die von Amor und Psyche.

Am Ende des Buches befinden sich noch zahlreiche Anmerkungen zum Text sowie ein Inhaltsverzeichnis über die einzelnen thematischen Unterteilungen.


Diese Auflage der Metamorphosen des Apuleius hat mir besonders gut gefallen, da sie zum einen eine wunderschöne goldene Aufmachung hat und zum anderen ein informatives Vorwort sowie zahlreiche hilfreiche Anmerkungen bereithält.

Daher gibt es von mir:


©
Cover: Die Andere Bibliothek
Rezensionsüberschriften und Bewertung: Pixabay/Photoshop//Temel

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