[Rezension] So finster, so kalt von Diana Menschig

[Rezension] So finster, so kalt von Diana Menschig

 

Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam
gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein
altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 15.
Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine
Schwester Margareta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube
ab. Doch dann ereignen sich während ihres Aufenthaltes immer mehr
unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, tauchen unversehrt auf und
verschwinden wieder. Auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames
Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu
fragen, ob an Johannes’ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben
wollte.
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Knaur TB
Originalsprache: Deutsch

Auf so finster, so kalt war ich sehr gespannt. Ich hatte
positive, wie auch negative Meinungen dazu gehört, konnte bei dem Thema Märchen
aber doch nicht widerstehen. Begeistern konnte es mich leider nicht und ich
hatte öfters darüber nachgedacht, ob ich das Buch nicht lieber abbrechen
sollte.
Die Handlung ist so vor sich hingeplätschert und in den
letzten 70 Seiten ist es dann richtig spannend geworden und endlich etwas
passiert. An sich fand ich das Buch etwas sehr merkwürdig. Man begleitet Merle
auf der Suche nach ihren Vorfahren und dem Zusammenhang von dem Märchen Hänsel
und Gretel. Aber irgendwie wurden hier alle Märchen miteinander vermischt. Das
war für mich einfach zu viel. Von den Fakten und den Umgebungen her fand ich
das Ganze sehr gut und schlüssig.
Sprachlich war das Buch ganz okay. Es gab sehr viele Sätze,
die erst nach mehrfachem Lesen sinn ergaben, was meinen Lesefluss sehr stark
gestört hatte. Die Beschreibungen waren gut ausgearbeitet, aber manchmal konnte
ich mir trotzdem nicht alles vorstellen. Richtig packen konnte mich der
Schreibstil nicht und ich hatte mich doch sehr viel ablenken lassen, sodass
sich das Buch noch mehr gezogen hatte.
Mit Merle, Jakob und dem Dorf konnte ich nicht viel anfangen.
Ich fand diese grob charakterisiert und die Tiefe hat hier gefehlt.  Merle hatte schon zu viele Kanten, sodass
diese sehr unrealistisch ankam. Sie war allem gegenüber Misstrauisch und man
konnte somit mit niemandem wirklich warm werden, da ihre Gedanken dies direkt
zerstörte.
Mein Einziger Lichtblick war die Geschichte von Hans und
Greta, doch selbst diese war am Ende so vierwirrend und unrealistisch, dass es
das auch wieder zerstört hatte. Hier wurden zu viele Sagen und Märchen
zusammengeworfen.
Alles in Allem bin ich ziemlich enttäuscht. Das Buch hat
sich gezogen und war viel zu verwirrend. Hätte sich die Autorin nur auf Hänsel
und Gretel bezogen, wäre die Geschichte bedeutend besser gewesen. Ecken und
Kanten bei Charakteren sind gut, aber wenn ein Charakter kaum positive
Eigenschaften hat, ist es nicht mehr gut. Ein bisschen von allem weniger wäre
hier mehr gewesen.
Deswegen gibt es:

1 von 5 Schmetterlingen

2 Gedanken zu „[Rezension] So finster, so kalt von Diana Menschig

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