[Rezension] Streuner von Stefanie Scheurich

[Rezension] Streuner von Stefanie Scheurich

Titel: Streuner – verflucht liebenswert
Autor: Stefanie Scheurich
Verlag: Sternensand Verlag
Preis: E-Book 6,99 / Taschenbuch 12,95 €
Seitenzahl: 442
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[Klappentext]

Boru hat die Schnauze gestrichen voll von seiner Ausbildung zum Hexenmeister. Während er lieber Sänger werden würde, besteht seine Mutter darauf, dass er sein Studium an der Zauberschule vollendet. Er beschließt kurzerhand, abzuhauen und seinem Traum zu folgen. Womit er allerdings nicht gerechnet hat, ist der Fluch seiner Mutter, der ihn in eine Katze verwandelt, sobald er die Welt der Normalos betritt. Aber von seinem neuen Körper lässt Boru sich nicht aufhalten. Er begegnet Greta, einer Internatsschülerin, die den streunenden Kater bei sich aufnimmt. Seine Mutter hat allerdings noch einige Tricks auf Lager, um ihren Sohn zur Vernunft zu bringen. Bald schon ist Boru hin- und hergerissen zwischen der Pflicht, Greta nicht in die Probleme seiner Welt hineinzuziehen, und dem Wunsch, bei ihr zu bleiben. Denn auch ein Kater kann sein Herz an ein Mädchen verlieren.

Das Buch ist direkt auf meinem Wunschzettel gelandet und zeitnah eingezogen. Das Cover ist ein Traum und absolut stimmig, sodass man es einfach lieben muss. Als ich dann auch noch erfahren habe, dass der Hauptcharakter zu einer Katze wird, war es um mich geschehen. Für mich als absoluter Katzenmensch ein Musst-Have. Ich wurde nicht enttäuscht, kann aber auch sagen, dass ich das Ende nicht stimmig fand. Warum, erkläre ich später.

Kommen wir erst einmal zum Setting. Wir haben ein stinklangweiliges Internat in einem Dorf. Eine magische Schule, die im Wald in der Nähe des Internats liegt und durch eine magische Grenze abgeschirmt ist. Das Setting passt super zusammen und war perfekt aufeinander abgestimmt.

Die Handlung selbst fand ich stimmig, wenn auch ziemlich viel Zeit vergeht. Anfangs hat das nicht gestört, doch gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass so vieles angerissen werden musste, weil einiges offen war, es aber schnell zu Ende gebracht werden musste. Es entwickelt sich erst in eine Richtung, dann überschlagen sich die Ereignisse und dann ist plötzlich alles anders. Das ging viel zu hektisch vonstatten und war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Deswegen war das Finale für mich nicht rund und hat mich nicht zufrieden das Buch schließen lassen. Dazu kommt, dass ich die Entwicklung der Gefühle zwischen Greta und Boru ebenfalls nicht wirklich greifen konnte, was aber eher der Tatsache zuschulden kommt, dass wir hier einen Mensch und eine Katze haben.

Die Geschichte hat sich leicht und flüssig lesen lassen. Man hat kaum bemerkt, wie die Seiten verflogen waren und schon hatte man die letzte Seite gelesen. Ich fand den Stil ergreifend und packend. Dazu kam dann noch eine Prise Humor, die das Ganze abgerundet hat.

Greta ist ein Charakter für sich. Sie entwickelt sich von einem unausstehlichen Einsiedler zu einer sympathischen Frau. Ihren Charakter und ihre Art habe ich ihr von Anfang an abgekauft und fand sie authentisch. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass sie jeden Moment um die Ecke biegen könnte, weil sie auch real hätte sein können. Boru hatte genauso Tiefe, wenn er auch komplett anders war als Greta. Auch ihn musste man einfach gernhaben.

Alles in allem mochte ich die Geschichte sehr. Wenn man von dem holprigen, viel zu hektischen Ende absieht, ist sie wirklich toll. Sie ist authentisch und witzig und lädt zum Träumen ein. Die Charaktere wirken real und schließt man sofort ins Herz.

Deswegen gibt es:

4 von 5 Schmetterlingen


©
Cover: Sternensand Verlag
Rezensionsüberschriften und Bewertung: Pixabay/Photoshop//Temel

Ein Gedanke zu „[Rezension] Streuner von Stefanie Scheurich

  1. Hallo und guten Tag,

    ´hihi…die Rahmenhandlung finde ich total cool….besonders der Fluch und weil der Hauptdarsteller männlich ist.

    Gerne gemerkt..LG..Karin..

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